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NWZonline.de Region Ostfriesland

Bau-Projekt in Nordsee: Baltrum soll für Seetrasse durchbohrt werden

19.10.2021

Baltrum Die geplante Seetrasse über die Insel Baltrum ist mit Abschluss des Raumordnungsverfahren ein Stück näher gerückt. Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems stellte zwei verschiedene Korridore durch das Wattenmeer – einmal über Baltrum, einmal über Langeoog – in den Fokus. Das Ergebnis: Im Fall von Baltrum sei die Trasse wesentlich konfliktärmer sowie raum- und umweltverträglicher. Bevor es zum tatsächlichen Bau kommt, muss aber ein weiteres Verfahren durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erfolgen, ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren.

Baltrum noch nicht im Detail untersucht

Mit den geplanten Kabelsystemen werden Windparks angeschlossen, die in über 100 Kilometer Entfernung vor der Nordseeküste in der ausschließlichen Wirtschaftszone liegen. Landesplanerisch festgestellt wurde nun ein Korridor von der 12-Seemeilen-Grenze über Baltrum zum Anlandungsbereich westlich von Dornumersiel, in dem zunächst zwei Kabelsysteme verlegt werden können.

Auf den Inseln hatte man sich zu Beginn der Planungen Sorgen gemacht, dass durch die Bohrungen die Süßwasserlinsen, aus denen Trinkwasser gewonnen wird, zu Schaden kommen. Denn auf Baltrum wisse man noch gar nicht genau, wie groß die Süßwasserlinse eigentlich ist. „Beide Inseln sind untersucht worden, wobei es für Langeoog ein komplettes Schnittmodell gibt, wie die Insel geologisch aussieht – da kann man erkennen, wo die Süßwasserlinse unter der Insel liegt. Für Baltrum wurde das nicht gemacht“, erklärte Bürgermeister Harm Olchers.

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Baltrum nicht von einer Wasserlinse abhängig

Baltrum ist im Gegensatz zu Langeoog bei der Trinkwasserversorgung allerdings nicht von der Süßwasserlinse abhängig, da die Insel durch eine Leitung auch mit dem Festland verbunden ist. „Sollte diese brechen, dann wird auf die Süßwasserlinse zurückgegriffen“, sagte der Bürgermeister. Dafür gebe es auch eine Reihe von Brunnen auf der Insel. Mit den richtigen Vorkehrungen sei es aber durchaus möglich, die neue Trasse mit der dem unterirdischen Trinkwasserkörper in Kontakt treten zu lassen – solange das vorher geprüft wird. „Unsere Insel soll jetzt noch geoelektrisch untersucht werden“, so Olchers über die nun anstehende Tiefensondierung.

Die Auswirkungen des Projekts auf die Umwelt stuft das Landesamt derweil als gering ein. Zwar könne es durch die Bauarbeiten zur Vergrämung von Tieren kommen, dies sei aber zeitlich begrenzt. Bei beiden Korridoren würden Naturschutzgebiete gekreuzt werden. „Dauerhaft und großflächige Auswirkungen, die die vorrangige Zweckbestimmung Biotopverbund beeinträchtigen könnten, sind nicht zu erwarten“, heißt es aber. Für Bautätigkeiten innerhalb von Vogelbrut- und Vogelrastgebieten sowie von Seehundsbänken des Nationalparks ist laut dem Landesamt die Erstellung eines Bauzeitenplans in Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer vorgesehen.

Der Bau der neuen Trasse soll helfen, den Ausbau von Offshore-Windenergie voranzutreiben. Planungsträger sind die Amprion Offshore GmbH sowie die Tennet Offshore GmbH.

Imke Cirksena Redakteurin / Redaktion Norden
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Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
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