Herr Alvarez, was verschlägt einen Portugiesen an die Nordsee?

Pedro Alvarez: „Ich liebe den Handball in Deutschland. Du hast auch in Dänemark und so gut organisierte Vereine. Aber diese Liebe zum Handball gibt es nur hier. Zurzeit trainiere ich eine Oberliga-Mannschaft . Nun wollte ich die nächste Herausforderung.“

Sie waren 21 Jahre als Sportlehrer in Portugal aktiv und geben auch zur Zeit Unterricht an der Europaschule in Hemer. Wie schwer ist es Nachwuchs für Handball zu begeistern?

„Das ist ein großes Problem, gerade jetzt in der Pandemie. Aber das ist auch unsere Aufgabe als Verein, Talente zu erkennen und zu fördern.“

Ab welchem Alter ergibt Talentförderung für sie Sinn?

„Wenn die Jungs 15, 16 Jahre alt sind, schaue ich, wer wie trainiert, welchen Ehrgeiz er hat. Dann kann man auch sagen, wer das Potenzial hat. Bei den jüngeren Spielern ist das alles eher noch Breitensport“

Noch haben sie keine Wohnung in Aurich gefunden. Aber der Umzug ist doch schon geplant, oder?

„Aber natürlich. Wenn du die lokale Kultur nicht verstehst, machst du unnötige Fehler. Der Trainer gehört in den Ort, wie ein Polizist, Lehrer oder Feuerwehrmann auch. Nur so lernt man sich besser kennen.“