Norden - Der Norder Rainer Feldmann (61, parteilos) will Bürgermeister von Norden werden. Feldmann, der frühere FDP-Fraktionsvorsitzende, ist der dritte Kandidat, der sich um das Amt bewerben will. Auch Florian Eiben (38), Vorsitzender im SPD-Stadtverband, wirft seinen Hut in den Ring, nachdem er von den Genossen als Kandidat nominiert wurde. Eiben und Feldmann wollen gegen Amtsinhaber Heiko Schmelzle (50, CDU) antreten, der seit vier Jahren Bürgermeister in Norden ist. Die Wahl ist auf den 12. September 2021 festgelegt worden.
Feldmann ist seit 30 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv und Mitglied im Auricher Kreistag. Der Bruch mit der FDP-Fraktion kam vor zwei Jahren, als die Mitglieder Keven Janssen und J ürgen Heckrodt die Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Norden“ (GfN) gründeten. Feldmann trat im Februar aus Protest aus der FDP aus, nachdem Thomas Kemmerich in Thüringen mit den Stimmen von AfD, FDP und CDU Ministerpräsident wurde.
Seine Ziele sieht Feldmann bei einem Wahlsieg auf die Region Ostfriesland gerichtet. „Nur als Region lässt sich Ostfriesland in den nächsten Jahren positiv entwickeln. Eine Kleinteiligkeit oder Alleingänge werden nicht zum gewünschten Erfolg führen. Deswegen ist ein gemeinsames Vorgehen von Politik und Verwaltungen im gesamten Landkreis Aurich zwingend notwendig; gute Kontakte sind dabei sehr behilflich“, erklärte Feldmann. Im Falle seiner Wahl will sich Feldmann für mehr Sauberkeit auf öffentlichen Wegen und Plätzen in der Stadt Norden einsetzen, die vom Tourismus lebt. Den aktuellen Zustand hält er in weiten Teilen für katastrophal. Die Verwaltung soll mehr Bürgernähe zeigen, nämlich bei „der Erledigung von Aufgaben schnell, präzise und sauber arbeiten“. Norden soll ein größeres Engagement im Umwelt- und Klimaschutz zeigen. Forderungen aus der „Fridays For Future“-Bewegung sollen mehr Gehör finden. Norden soll als Fahrradstadt Vorbild werden. Der Trend, alte, kleine Siedlungshäuser für große Mehrfamilienhäuser abzureißen, soll gestoppt werden. Die Integration von Neubürgern soll verbessert werden, ebenso das Miteinander von Jung und Alt. Die Regionalvermarktung in der Landwirtschaft soll gestärkt werden, ebenso durch weiterverarbeitende Betriebe. Ein gut ausgestattetes, modernes Freibad soll im Touristenort Norddeich entstehen. Sportstätten sollen saniert werden, etwa an der „Wildbahn“ sowie im Jahn-Stadion. Diese seien Begegnungsstätten für Jung und Alt und dienten der Integration. Mehr Gewerbeflächen sollen im Gewerbe- und Dienstleistungspark Leegemoor mit modernen Internet-Zugängen geschaffen werden.
