Emden - Wie viele Beamte setzte die Polizei ein? Wurden sie von einer Spezialeinheit begleitet? In welchem Emder Stadtteil liegt die durchsuchte Wohnung? Keine dieser Fragen wurde am Donnerstag, zwei Tage nach der bundesweiten Kinderpornografie-Razzia, von den beteiligten Dienststellen beantwortet. Weder die Polizeiinspektion Leer/Emden noch das in Niedersachsen zuständige Landeskriminalamt (LKA) und die federführende Polizei Köln äußerten sich zu Details. LKA-Sprecherin Katrin Gladitz sagte gegenüber unserer Redaktion lediglich, es seien keine besonderen Vorkommnisse bekannt geworden. Gladitz: „Zu Einsatzstärken und -taktiken sagen wir nichts.“
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Die Durchsuchungen, die durch den Missbrauchsfall Bergisch Gladbach ausgelöst wurden, waren offenbar ein Erfolg. So wurden 37 Mobiltelefone in entsperrtem Zustand sichergestellt – dank der „taktischen Vorgaben“, hieß es. Das ist ein Hinweis auf überraschendes und entschlossenes Handeln der Polizisten. Unterm Strich nahm man insgesamt 66 Beschuldigten aus zehn Bundesländern mehr als 3200 Gegenstände ab – darunter Mobiltelefone sowie Tablets und PCs. Die werden nun ausgewertet.
