Aurich - Die Zukunft für den Betrieb der Stadthalle und der Sparkassenarena ist durch den Kompromiss zwischen dem Betreiber Marema und der Stadt Aurich gesichert. Die Sparkasse Aurich-Norden und die Stadt haben nun weitere Verhandlungen für die Vertragsverlängerung gestartet. Die Sparkasse will ihren Namen für die kommenden zehn Jahre weiter geben.

Nach unterschiedlichen Auffassungen bei der Bezahlung der Pachteinnahmen zwischen dem Betreiber Marema mit Geschäftsführer Ewald Maas (58) und der Auricher Bäder- und Hallen GmbH (ABH), eine Tochter der Stadt Aurich, ist bis 2026 ein Kompromiss gefunden worden. „Es ist eine Lösung, mit der ich leben kann“, sagte Maas. „Es finden schon seit einem Jahr keine Veranstaltungen mehr in der Sparkassen-Arena statt und es gibt leider keine verlässliche Prognose, wann dies wieder möglich sein wird“, begrüßt Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos) den Entschluss der Sparkasse.

Doch in der Politik wird der Kompromiss unterschiedlich gesehen. Grüne und Linke können sich mit ausgehandelten Pachtverbesserungen nicht anfreunden, sehen andere Unternehmen in der Krise benachteiligt. Dagegen begrüßt der Auricher Ratsherr Hans-Gerd Meyerholz (GfA) die Entscheidung des AbH und die Annäherung als Gewinn für den Kulturbetrieb.

Hardwig Kuiper, Erster Stadtrat, betonte, dass die Sparkassenarena nicht nur für große Veranstaltungen genutzt werde, die die Region kulturell attraktiv machten, , sondern sie diene auch dem Gemeinwohl: Das Gymnasium Ulricianum nutze die Arena, die im Innenraum in Sporthallen abgetrennt werden kann, für den Schulsport – zumindest vor der Corona-Pandemie und sobald die Corona-Beschränkungen es wieder zulassen. Gleiches gelte auch für die Nutzung der Arena durch Aurichs erfolgreichen Handball-Verein OHV und andere Vereine sowie für Konzerte und Partys von Veranstaltungsagentur Marema, die viele Menschen aus der Region in die Stadt lockten und Aurich auch touristisch sehr attraktiv machten.

Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich