Dornum - Der Gemeinderat Dornum hat das Projekt „Bewegte Dorfstraße“ mit einer knappen Mehrheit beschlossen. Die Entscheidung fiel mit sieben Ja-Stimmen, fünf Nein und einer Enthaltung. Der Ortsrat Neßmersiel stimmte zuvor in seiner Sitzung dagegen. Der Grund: Die 76 Anlieger der Dorfstraße in Neßmersiel, darunter Bürger, Hoteliers und Gastronome, müssen nun die Kosten für die Sanierung über die geltende Satzung für den Straßenbau mitbezahlen. Sie reagierten mit Enttäuschung auf die Entscheidung. Die Anlieger haben für die Entscheidung kein Verständnis. Aus den Reihen der Unternehmer war beklagt worden, dass man nach sieben Monaten der Zwangspause eben erst die finanziellen Folgen der Corona-Krise finanziell verkraften müsse. Außerdem dauert der Ausbau noch einmal 15 Monate, in denen infolge der Bauarbeiten mit Einbußen zu rechnen sei.
Bürgermeister Michael Hook stimmte gegen den Ausbau zum aktuellen Zeitpunkt. Er gab zu bedenken, dass die Anlieger berechtigte Einwände gegen den Ausbau vorgebracht hätten, dass dadurch möglicherweise Betriebe schließen müssten.
Aus der Politik, beispielsweise der SPD, kam dagegen der Einwand, dass die Sanierung über kurz oder lang notwendig werde. Eine halbe Million an Fördergeldern werde es in etwa sechs Jahren nicht mehr geben, wenn die Straße ausgebaut werden müsse. Das hatte auch Projekt-Leiter Dieter Klahsen bereits im Vorfeld betont.
