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Hobby-Ausstellung Transvaaler genießen ein Stück Normalität

Die jüngste Ausstellerin in der Pumpstation: die fünfjährige Lara Theessen an ihrem „Kinderstand“.

Die jüngste Ausstellerin in der Pumpstation: die fünfjährige Lara Theessen an ihrem „Kinderstand“.

Emden - Christel Bönisch hat einfach weitergearbeitet, auch ohne zu wissen, ob sie in diesem Jahr ihre genähten, gestrickten und gebastelten Taschen, Socken und Grußkarten überhaupt noch einmal ausstellen darf. Auch Sonja Janssen hat sich nicht von ihrem Hobby abhalten lassen und hätte ihre Bastelarbeiten notfalls an Freunde und Bekannte verschenkt. Ähnlich Silva Kotecz: Auch sie strickt das ganze Jahr über, freute sich nun aber auch doch, dies nicht mehr nur im stillen Kämmerlein machen zu müssen. Nur Anna Frank hat mit ihren saisonalen Adventsbestecken erst angefangen, als das sichere Signal kam: die Hobbyausstellung „Winterzauber“ kann trotz Corona-Pandemie stattfinden.

Veranstalter zählten rund 1000 Besucher

Aussteller, Organisatoren und Besucher waren also froh, dass an diesem Wochenende wieder insgesamt 27 Aussteller und am Ende an zwei Tagen rund 1000 Besucher wenigstens ein bisschen in Advent-Stimmung kommen durften.

3G-Nachweis, Maskenpflicht, Luca-App, Händedesinfektion – das waren am Wochenende die Zugangsvoraussetzungen für die Hobbybörse in Transvaal, die sogar unter der Schirmherrschaft des Emder Oberbürgermeisters lief. Und nach Aussage der Eingangskontrolle hatten sich nahezu alle Besucher darauf eingestellt. Auch wenn es hier und da etwas schwerfiel, sich mit Maske vor dem Gesicht angemessen über die vielen unterschiedlichen Hobbys, über die liebevollen Bastelarbeiten und gegebenenfalls auch über den Verkaufspreis zu unterhalten, waren die Gänge in der Pumpstation fast durchgängig gut gefüllt.

Es fanden sich ohneProbleme Aussteller

„Obwohl wir erst Mitte Oktober sagen konnten, dass die Veranstaltung stattfinden kann, hatten wir keine Probleme, Aussteller zu finden“, sagte Organisator Oliver van Grieken.

Und es waren auch Neulinge dabei: Die jüngste „Verkäuferin“ war mit Abstand Lara Theessen. Die Fünfjährige bot an ihrem kleinen, von Oma und Opa eigens gezimmerten Verkaufsstand kleine Bastelarbeiten an, deren Erlös natürlich auch in einer kleinen bunten Kasse landete. Dagegen hatte Johann Fischer seinen Verkaufsstand glücklicherweise nach draußen verlegt. Dort verkaufte der 70-Jährige Aal frisch aus dem Räucherofen und erfuhr reißenden Absatz. „Auch das ist ein Hobby“, betonte van Grieken. „Wir wollen künftig nicht nur Bastelarbeiten präsentieren.“ Auch der Auftritt des Kraftwerkschors lief unter Unterhaltung und Hobby.

Jens Voitel
Jens Voitel Emder Zeitung
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