Emden - Die Stadt Emden ist bei der Suche nach einer passenden Immobilie für eine stationäre Impf-Einrichtung am Westcenter im Gebäude des ehemaligen Druckkontors fündig geworden. Zudem hat sie mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Emden einen Partner gefunden, sodass die neue Einrichtung als Impf- und Testzentrum gemeinsam betrieben werden kann. Das „ATIZ“ (ambulantes Test- und Impfzentrum) soll für Testungen bereits ab dem 1. Dezember geöffnet werden - das DRK zieht hierfür vom Praktiker-Markt auf die andere Seite des Immobilien-Komplexes. Erste Impfungen sollen voraussichtlich ab dem 8. Dezember ermöglicht werden.

Oberbürgermeister Tim Kruithoff bat mit Blick auf den Andrang auf die mobile Impf-Aktion am Donnerstag auf dem Neuen Markt, wo Hunderte in der Schlange standen und teils ihren Unmut laut äußerten, um Geduld: „Mein Appell ist, dass sich noch einmal alle zusammenreißen und sich solidarisch zeigen.“

Stadtrat Volker Grendel erläuterte, dass sich zwar schon frühzeitig aufgrund der Rückmeldung von mobilen Impfaktionen durch Impfärztin Cathrin Leuffert herausgestellt habe, dass wieder eine stationäre Möglichkeit zum Impfen geschaffen werden müsse. Bisher habe der Bevölkerungsschlüssel, nach der das Land das Personal fürs Impfen bezahlt, in Emden aber nur ein mobiles Impfteam zugelassen. Erst am Freitagmittag wurde der Schlüssel zugunsten eines zweiten Teams geändert.

Unterdessen haben die neue Fachbereichsleiterin Kerstin Snakker und Cathrin Leuffert gemeinsam mit dem DRK die Ablaufmöglichkeiten im ATIZ untersucht. Geimpft werden soll ähnlich geordnet wie im ehemaligen Impfzentrum in der Nordseehalle, zeitweise auch über mehrere Impfstraßen. Dazu ist ein Terminsystem in Planung, um stundenlanges Warten für Impfwillige zu vermeiden. Wann genau ein öffentlicher Kalender dafür freigeschaltet wird, soll bald bekannt gegeben werden.

Neben den Impfstraßen will der DRK weiter testen. Dabei wird auf positive Effekte gehofft, wie DRK-Geschäftsführer Detlef Greek verdeutlichte. „Wer sich testen lässt, geht vielleicht anschließend auch zum Impfen.“ Seit überwiegend 3G am Arbeitsplatz gilt, zählt das DRK 500 Testungen am Tag, eine Mammutaufgabe für die teils ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Und die Zahl der Test-Anfragen werden steigen. Schon ab kommenden Mittwoch wird in Emden Warnstufe 2 ausgerufen, wie Grendel anhand der erwarteten Inzidenzwerte und Hospitalisierungsrate prognostizierte. Dann gilt überwiegend 2 G-plus.