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Schulpsychologin über Corona-Situation Emder Schüler schlagen sich tapfer im Lockdown

Ann-Kristin Hoge

Emden - Der zweite Lockdown ist angebrochen, inzwischen sogar verlängert, und für Kinder und Jugendliche geht es wieder an die heimischen Schreibtische und ins Homeschooling. Was machen der fehlende gemeinsame Unterricht und die Corona-Krise mit den Jüngsten? Unsere Redaktion hat bei Sandra Körner, zuständige Schulpsychologin für Emden, nachgefragt.

Angst vor Corona

„Mittlerweile melden sich Kinder, die sagen, dass sie Angst vor Corona haben“, sagte Körner am Telefon. Kinder, die sagen „Jetzt wird alles anders“, und „Was ist mit meiner Zukunft“. Zum Glück seien das bislang nur vereinzelte Meldungen, betonte die Psychologin. Näher ins Detail gehen möchte sie nicht - das erlaubt ihre Schweigepflicht nicht.

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Unklar sei natürlich, ob sich nicht noch andere Kinder oder Jugendliche ähnlich Gedanken machen. Doch Körner ist zuversichtlich: „Ich habe das Gefühl, dass die ganze Situation gut von Eltern und Lehrern aufgefangen wird.“

Zur Person

Sandra Körner (43) ist Diplom-Psychologin und arbeitet für das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück. Sie betreut von Aurich aus insgesamt 49 Schulen. In Emden ist sie für alle Schulen zuständig und erreichbar unter 04941/131 005.

Sie steht in engem Kontakt mit Lehrern, Schulleitungen und auch Schülern der Emder Einrichtungen. Und nach dem ersten Lockdown habe sie mehr Unsicherheit gespürt, als jetzt. Nach dem Motto: „Was machen wir jetzt?“. Inzwischen gebe es Konzepte, bereits vor den Weihnachtsferien war klar, wie es ab Januar weitergehen soll - Wechsel- oder Präsenzunterricht, Kinderbetreuung und Homeschooling.

Kinder können sich besser konzentrieren

Letzteres gefalle manchen Kindern sogar. Sie erzählen Körner, dass sie sich so besser konzentrieren können. Ihre Freunde fehlen den Schülern aber trotzdem. Schön sei dann zu hören, wenn die Kinder sich wieder auf die Schule freuen und wenn es heißt „Endlich darf ich wieder in die Schule“, und nicht „Ich muss“.

Körner nimmt es als ein gutes Zeichen, dass sich seit dem Beginn des zweiten Lockdowns noch nicht so viele Betroffene bei ihr gemeldet haben – einige hätten auch ihre Termine verschoben, um sich erst einmal auf Weihnachten und die Familie zu konzentrieren.

Termine am Telefon

Termine mit der Psychologin, die inzwischen vor allen Dingen telefonisch stattfinden. Denn auch die Arbeit der Schulbehörde blieb durch die Corona-Pandemie nicht unberührt. Nur wenn es besonders wichtig ist, oder ein Kind, das Beratung benötigt, Schulpsychologin Körner noch nicht kennt, werden persönliche Treffen in den Schulen geplant – jeweils unter „extrem hohen Sicherheitsvorkehrungen“.

Wie Körner den kommenden Wochen entgegensieht? Als Mensch: Optimistisch. Als Schulpsychologin ist sie sich unsicher, da suche sie schließlich immer nach wissenschaftlichen Erkenntnissen. In diesem Fall vergeblich. Doch die Perspektive mit dem Impfen gebe Hoffnung, sagte Körner. „Noch mal zusammenreißen, dann schaffen wir das auch.“

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