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Corona-Impfschutz Auch in Emden gilt: Ältere und bedürftige Menschen zuerst

Stephanie Schuurman
Wird gerade als ambulantes Impf- und Testzentrum  eingerichtet: Das ehemalige Druckkontor an der Normannenstraße am Rande des Westcenters.

Wird gerade als ambulantes Impf- und Testzentrum eingerichtet: Das ehemalige Druckkontor an der Normannenstraße am Rande des Westcenters.

Emden - Wer wie, wann und womit geimpft werden kann - das sind für viele Menschen die entscheidenden Fragen in diesen Tagen. Darauf haben die leitende Impfärztin des Gesundheitsamts, Cathrin Leuffert, sowie die entsprechenden Entscheidungsträger der Stadt erste wichtige Antworten parat. Insbesondere setzen alle auf das jetzt im Aufbau befindliche ambulante Test- und Impfzentrum (ATIZ), das wie berichtet, bald voll umfänglich geöffnet werden soll. Außerdem wird die volle Bereitschaft aller Haus- und Betriebsärzte gebraucht, wie Leuffert deutlich machte: „Es wird weiter eine Gemeinschaftsaufgabe sein.“

Wie stark ist die Nachfrage nach Erstimpfungen ?

Seit der Verschärfung der Zugangsregeln auch für den Arbeitsplatz verzeichnet die Stadt eine entsprechend höhere Nachfrage nach Erstimpfungen, zuletzt bei der offenen Impfaktion vergangene Woche auf dem Neuen Markt. „Der rapide Anstieg an Erstimpfungen freut uns, beim Boostern müssen wir aber um Geduld bitten“, erklärte Cathrin Leuffert. Das betrifft auch jene, die sich jetzt verstärkt mit Johnson & Johnson impfen lassen, weil sie dann bereits nach zwei Wochen als vollständig geimpft gelten und die lästige Testerei auf dem Weg zur Arbeit entfällt. Für Johnson-Geimpfte gilt die Stiko-Empfehlung, sich bald boostern zu lassen, um der schnell nachlassenden Wirksamkeit etwas entgegenzusetzen.

Wer wird wann geboostert ?

Ältere Menschen und Mitarbeiter in der Pflege bekommen vorrangig Impfauffrischungen. „Wir können nicht den 20-Jährigen im Homeoffice vier Monate nach seiner letzten Impfung vor der 95-jährigen Frau boostern“, verdeutlichte Leuffert. Menschen mit hohem Expositionsrisiko, also auch chronisch Kranke, werden demnach bevorzugt. Generell gilt: Boostern sechs Monate nach der letzten Impfung.

Was wird verimpft ?

1200 Dosen des Impfstoffs von Biontec bekommt ein mobiles Impfteam pro Woche, ein zweites Impfteam ist in Emden im Aufbau und bedeutet damit die Verdopplung. Die restliche Nachfrage werde aber auch über Moderna abgedeckt, wie Leuffert sagte. „Die meisten Leute akzeptieren Moderna, Hauptsache Drittimpfung.“ Für Menschen über 30 Jahre (darunter gibt es das Risiko einer Herzmuskelentzündung) sei dies auch ein hoch wirksames Mittel. Zudem wird Johnson geimpft.

Bekommt das Gesundheitsamt und damit das Impfzentrum ausreichend Impfstoff ?

Für Sonderaktionen wie das offene Impfen zuletzt auf dem Neuen Markt oder am 2. Dezember in der Nordseehalle gibt es Kooperationen mit anderen Gebietskörperschaften. „Man hilft sich untereinander aus“, sagte Leuffert. Zuletzt hat sie selbst einige Impf-Dosen aus Nordhorn abgeholt.

Wann kann man sich zum Impfen im ATIZ anmelden ?

Die öffentliche Terminverwaltung befindet sich bei der Stadt gerade im Aufbau. Über die Freischaltung soll in Kürze informiert werden.

Wann wird wieder „stationär“ geimpft ?

Das ATIZ soll am 8. Dezember geöffnet werden. Das ehemalige Druckkontor am Westcenter in der Normannenstraße wird hierfür gerade eingerichtet. Bereits am 1. Dezember nimmt das Testcenter des DRK dort seine Arbeit auf. Es zieht vom ehemaligen Praktiker-Markt mit in das ATIZ, weil einerseits der Praktiker nicht beheizbar ist, andererseits und noch entscheidender Synergie-Effekte erhofft werden. „Wer sich dauernd testen lassen muss, ist vielleicht eher bereit, sich dann auch noch zu impfen“, so die Hoffnung des DRK-Kreisgeschäftsführers Detlef Greek.

Impfwillige und Booster-Nachfragende Seite an Seite ?

Der Aufbau mehrerer Impfstraßen soll ähnlich wie im ersten Impfzentrum in der Nordseehalle erfolgen. Allerdings werde über eine Entkopplung von Erst- und Boosterimpfung nachgedacht, erklärte Stadtrat Volker Grendel. Unter den Erstimpfungen besteht es ein höheres Risiko von Virusträgern.

Gibt es ausreichend Personal ?

Sowohl die Stadt Emden, als auch der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes ist über Mithilfe von medizinisch versierten, ehrenamtlichen Mitarbeitern dankbar. Die Bereitschaft sei von einigen auch schon signalisiert, das DRK würde sich angesichts der über noch mehr Unterstützung freuen, so Greek.

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