Emden - Dieser Einsatz wird 14 Emder Feuerwehrleute so schnell nicht loslassen: „Am schlimmsten war es in der Innenstadt von Eschweiler. Die Schäden sind gewaltig, und die Menschen hatten anfangs nicht mal Trinkwasser“, berichtet einer der Emder, die gestern aus der vom Hochwasser verwüsteten nordrhein-westfälischen Stadt zurückkehrten.

Das Team war am Sonnabend kurz nach Mitternacht ausgerückt, um mit der in Borssum stationierten Hochleistungspumpe bei der Beseitigung der Wassermassen zu helfen (diese Zeitung berichtete). 75 Stunden später waren dreizehn Männer und eine Frau wohlbehalten zurück aus dem Katastrophengebiet.

Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff und Regierungsbrandmeister Erwin Reiners vom Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz begrüßten die Angehörigen der drei Ortswehren der drei Ortswehren Borssum, Widdelswehr/Petkum und Stadtmitte auf dem Parkplatz des Freibades Borssum. Dort hatte Kruithoff die Helfer in der Nacht zum, Sonnabend auch verabschiedet. „Wir sind stolz auf unsere Feuerwehr und auf das, was Sie geleistet haben“, sagte der Oberbürgermeister.

Die Feuerwehrleute unter Leitung von Brandamtmann Harald Janssen waren während des Einsatzes in Kontakt mit der Heimat geblieben. Tim Kruithoff: „Gefühlt waren wir bei mindestens fünf der sechs Millionen Liter gepumpten Wassers dabei.“ Die Emder Helfer hatten überflutete Bereiche in einem Gewerbegebiet von Eschweiler trockengelegt. Später ersetzten sie mit der leistungsfähigen Pumpe an anderer Stelle ein ausgefallenes Pumpwerk. Am Sonntagabend wurde der Einsatz beendet, gestern Morgen traten die Emder mit Fahrzeugen und Ausrüstung die Heimreise an.

Während ihres Aufenthaltes im Katastrophengebiet lernten die Emder die Hilfsbereitschaft der Betroffenen untereinander kennen, sie erfuhren aber auch selbst viel Unterstützung. Und Dankbarkeit, wie eines der Teammitglieder berichtete: „Es haben sich viele Menschen bei uns bedankt. Dass unsere Arbeit nicht als selbstverständlich angesehen wird, ist natürlich ein schönes Erlebnis.“

Alf Hitschke
Alf Hitschke Emder Zeitung