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Emden investiert 562.000 Euro Falkenhorst wird zur Krippe und Kita umgebaut

Emden - Was als Jugendhaus begann, als politischer Versammlungsort für temperamentvolle Sitzungen berüchtigt war und gerne für Teenachmittage und Feiern genutzt wurde, wird demnächst für Krippen- und Kindergartenkinder umgebaut. Der Rat der Stadt stimmte zu, 562.000 Euro in den Umbau des in der Nachkriegszeit für die sozialistische Jugend, die Falken, gebauten Falkenhorsts zu stecken.

Dort wird die Arbeiterwohlfahrt (Awo), der das Haus gehört, 22 Kindergartenkinder sowie 15-Krippenkinder betreuen. Der Falkenhorst wird Ersatz für die Kita am Wasserturm in der Ringstraße. Aufgrund fehlenden und unzureichenden Brandschutzes musste zunächst die Krippe und etwas später die Kita im Oktober vor einem Jahr geräumt werden.

Provisorium in Schwabenstraße

Die meisten Kinder aus der Wasserturm-Kita wurden fortan in der städtischen Kindertagesstätte Schwabenstraße betreut. Das war zunächst als Provisorium gedacht. Doch das ehemalige Wohnhaus in der Ringstraße, das die Awo jahrelang als Kita und Krippe nutzte, konnte nicht mehr so umgebaut werden, dass es dem neusten Stand der Brandschutzbestimmungen entspricht. Deshalb suchte die Awo intensiv nach Alternativen. Awo-Kreisvorsitzender Friedhelm Merkentrup machte damals deutlich, dass eine solche Einrichtung in der Innenstadt oder wenigstens innerhalb des Wallrings wünschenswert sei.

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Der Wohlfahrtsverband betreibt in Emden Kindergärten in den Stadtteilen Transvaal, Larrelt, Petkum und Borssum.

Geschäftsstelle soll umziehen

Zurzeit befindet sich im Falkenhorst die Geschäftsstelle des Kreisverbandes der Emder Arbeiterwohlfahrt. Sie soll in ein anderes Haus umziehen. Der Umbau zur Krippe und Kita könnte recht kurzfristig umgesetzt werden, sobald die bau- und planungsrechtlichen Angelegenheiten geklärt sind, heißt es von Seiten der Stadt.

Die Teenachmittage für alte Menschen und vor allem auch die von der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus und dem SPD-Unterbezirksvorstand organisierten Diskussions- und Informationsveranstaltungen - sie fanden bis zu zwölf Mal im Jahr statt - müssen demnächst woanders abgehalten werden.

„Wir werden wahrscheinlich auch in die Stadtteile gehen, aber eben auch in der Innenstadt in unterschiedlichen Versammlungsräumen unsere öffentlichen Veranstaltungen durchführen“, sagte Arbeitsgemeinschaftsvorsitzender Uwe Rozema. Coronabedingt sei jetzt Zeit genug, nach entsprechenden Versammlungsorten zu suchen.

Ute Lipperheide
Ute Lipperheide Emder Zeitung
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