Emden - Lebensmittel retten, bevor sie wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums oder unschöner Dellen aus dem Ladenregal in die Tonne wandern, und das Gerettete mit anderen teilen. Das ist die Grundidee von Foodsharing. Daraus ist deutschlandweit eine organisierte Bewegung geworden. Jetzt hat sich auch in Emden eine Gruppe gegründet. Und die will am Samstag, 27. November, offiziell loslegen.
Foodsharing ist eine Initiative gegen Verschwendung von Essen. Die Idee: Lebensmittel retten, die sonst im Müll landen würden, und diese mit anderen teilen. Dazu wurde 2012 der Verein foodsharing e.V. samt Onlineplattform gegründet.
Daraus entstand ein Netzwerk mit Gruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Registrierte Foodsaver (Essen-Retter) holen Lebensmittel bei Partner-Läden und -Märkten ab und bringen sie zu Gratis-Selbstbedienungstationen („Fairteiler“).
Im Bezirk Emden sind auf foodsharing.de zwei „Fairteiler“ gelistet: neben der neuen Station hinter dem „KummRin“ (Hermann-Allmers-Straße 3b) noch ein interner „fooddealer“ im Lüttje Studi-Huus der Emder Hochschule. Dort können Studierende zu viel Eingekauftes deponieren, das sie nicht mehr rechtzeitig verwerten können. Coronabedingt wird er aber gerade nicht genutzt
Dazu geht es an dem Tag erstmal auf den Wochenmarkt, wenn die Stände kurz vor dem Abbau sind. „Dort haben wir drei Bio- und Obsthöfe als Kooperationspartner gefunden“, sagte Antje Osterloh. Sie ist die Botschafterin der neuen Gruppe – so heißen im bundesweiten Foodsharing-Netzwerk die Ansprechpartner und Aufbauhelfer für die lokalen Bezirke. Zusammen mit weiteren „Essen-Rettern“ sammelt sie dort nicht verkaufte Waren ein, die auch keinen weiteren Markttag mehr erleben würden.
Foodsharing ist eine Initiative gegen Verschwendung von Essen. Die Idee: Lebensmittel retten, die sonst im Müll landen würden, und diese mit anderen teilen. Dazu wurde 2012 der Verein foodsharing e.V. samt Onlineplattform gegründet.
Daraus entstand ein Netzwerk mit Gruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Registrierte Foodsaver (Essen-Retter) holen Lebensmittel bei Partner-Läden und -Märkten ab und bringen sie zu Gratis-Selbstbedienungstationen („Fairteiler“).
Im Bezirk Emden sind auf foodsharing.de zwei „Fairteiler“ gelistet: neben der neuen Station hinter dem „KummRin“ (Hermann-Allmers-Straße 3b) noch ein interner „fooddealer“ im Lüttje Studi-Huus der Emder Hochschule. Dort können Studierende zu viel Eingekauftes deponieren, das sie nicht mehr rechtzeitig verwerten können. Coronabedingt wird er aber gerade nicht genutzt
„Wir haben uns bewusst den Samstag ausgesucht, weil wir der Emder Tafel keine Konkurrenz machen wollen, die an den anderen Markttagen Lebensmittel sammelt, und die Bedürftigen gehen vor“, erklärte Osterloh. Wir, das sind momentan 14 Frauen und Männer: Arbeitnehmer, Studenten, Rentner. Alle sind registrierte Foodsharer, einige haben sich zudem zu offiziellen „Foodsavern“ qualifiziert. Ausgestattet mit dem nötigen Grundwissen über Lebensmittel, Hygiene und Kommunikation haben sie die Vereins-Lizenz zum Abholen von aussortierter Ware und zum Weitertragen des Foodsharing-Gedankens.
Zu den weiteren Unterstützern in Emden gehört der Verein zur Förderung seelischer Gesundheit, „Das Boot“. Damit die geretteten Lebensmittel schnell unters Volk kommen, haben Mitarbeiter und Teilnehmer der Unterstützungsangebote eine ausrangierte Abstellhütte hinter der Begegnungsstätte „KummRin“ in Barenburg als Verteilstation hergerichtet – im Foodsharing-Jargon „Fairteiler“ genannt. „Wir stellen auch den Strom und einen Kühlschrank“, sagte Sabine Semken, Leiterin der Abteilung Tagesstruktur, Arbeit und Beschäftigung. Sie hofft, dass die Hütte durch das künftige Geben und Nehmen auch zu einem Ort der Kommunikation wird. „Denn wir vom ‘Boot’ möchten immer auch positiv in den umliegenden Stadtteil hineinwirken.“
Die Foodsharing-Hütte hinter dem „KummRin“ (Hermann-Allmers-Straße 3b) ist vorläufig samstags ab 14 Uhr geöffnet. Wenn sich weitere Kooperationspartner und Aktive finden, soll dies aber ausgeweitet werden. Ziel ist, irgendwann täglich zu öffnen.
Jeder kann sich in der Hütte kostenlos nehmen, was er braucht. Man kann auch bringen, was man selbst zu viel hat: Obst und Gemüse aus dem Garten oder auch gekochte Speisen (in dem Fall müssen alle Zutaten samt Kochdatum vermerkt sein). Es gelten folgende Corona-Regeln: Nur einzeln in die Hütte gehen und Maske tragen.
Weitere Informationen zum Thema gibt es unter: www.foodsharing.de
