Emden - Der Ültje-Turm bekommt einen Wintermantel: Handwerker haben damit begonnen, das Gebäude auf die kalte und nasse Jahreszeit vorzubereiten. Der Turm ist das einzige Gebäude der Fabrik am Rand der Emder Innenstadt, das nicht abgerissen wurde. Er war im Rahmen des Neubaus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Ültje-Firmenanlagen 1953 errichtet worden.
Wegen der Mobilfunk-Antennen auf dem Dach des Turms, aber auch wegen der geplanten späteren Nutzung des Gebäudes wird es nun winterfest gemacht.
Mehrere Öffnungenwerden verschlossen
Nach dem Abriss der übrigen Bauwerke auf dem Gelände zwischen Hansastraße, Cirksenastraße und den Bahngleisen standen Kelleröffnungen offen. Weil in Kellerräumen Teile der Antennenanlage installiert sind, musste eine Lösung her.
Zur Zeit sind Mitarbeiter der beauftragten Firmen damit beschäftigt, auch die weiter oben gelegenen Öffnungen wetterfest zu verkleiden, die beim Abriss einer Halle entstanden. Hier hatte man bereits eine provisorische Abdeckung aus OSB-Platten angebracht. Nun montieren die Handwerker von einem Gerüst aus eine Unterkonstruktion aus Holz, auf die anschließend Trapezbleche geschraubt werden. So entsteht eine stabile Außenverkleidung, die das Mauerwerk eine ganze Weile vor Wind und Wetter schützen wird.Der Ültje-Turm steht den Angaben der Stadt Emden zufolge nicht unter Denkmalschutz. Er bleibt erhalten, weil er die Ansicht dieses Teils Emdens seit fast 70 Jahren prägt. Der blau gestrichene Backsteinturm, ein Treppenhaus der längst abgerissenen Auswandererhallen aus dem Jahr 1913, hatte dagegen weichen müssen. Über die künftige Nutzung des Gebäudes ist noch nicht entschieden worden. Im Gespräch ist unter anderem die Einrichtung eines Cafes.
Auch bauliche Veränderungen werden nicht ausgeschlossen: Die Planer können sich unter anderem eine eingeschossige Umbauung vorstellen. Sie würde dem Turm optisch einen Sockel geben, hieß es (diese Zeitung berichtete).
