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Garantierte Wassertiefe notwendig Forschung und neue Technik für den Emder Hafen

Emden - Zwei Themen aus dem Bereich Forschung und Technik sind für den Emder Hafen von Bedeutung, wenn es um die Zukunftsfähigkeit geht. Dazu gehört eine garantierte Wassertiefe, die möglichst kostengünstig bereitgehalten werden soll, und die Möglichkeit, umweltschonendere Schiffstreibstoffe zu tanken. Auf beiden Gebieten wurden im vergangenen Jahr große Fortschritte gemacht, lautet das Urteil der landeseigenen Hafenbetreibergesellschaft Niedersachsen Ports (Nports).

Garantierte Wassertiefe ist notwendig

Ein Hafen, der keine garantierte Wassertiefe vorweisen kann, ist kaum konkurrenzfähig. Wenn die Wassertiefe auch noch niedrig ist, dann kann es - wie im vergangenen Jahr - durchaus schon einmal zu Fehleinschätzungen kommen und bereits fest vereinbarte Aufträge gehen verloren.

Ein nachhaltiges Zukunftsvorhaben mit dem Namen „NON-STOP“ untersucht seit einigen Monaten, wie die Wassertiefen im Emder Binnenhafen und der Hinterlandentwässerung vorgehalten werden können und das möglichst kostengünstig. Beide Themen sind für den Standort von erheblicher Bedeutung. Die Pressesprecherin der landeseigenen Hafenbetreibergesellschaft, Dörte Schmitz, erklärte, warum das so wichtig ist: „Zum einen wird der Aufwand für die Unterhaltung der Wassertiefen immer höher. Mit jeder Schleusung und jedem Wasserausgleich durch das Hafenpumpwerk gelangt sedimentreiches Material aus der Ems in den Binnenhafen.“ Zum anderen müssen, damit das Hinterland nicht unter Wasser steht, vor allem in regenreichen Zeiten zum Teil erhebliche Anstrengungen unternommen werden. Derzeit wird geprüft, ob der Emder Hafen als eine Art Auffangbecken für das Oberflächenwasser aus dem Hinterland zu nutzen ist. Schmitz: „Es wird auch geprüft, ob sich dadurch für beide Themenkomplexe Verbesserungen einstellen.“

Das Projekt „NON STOP“ habe einen Lösungsansatz, bei dem Frischwasser aus dem Hinterland das sedimenthaltige Hafenwasser verdünnt. Dies müsse über einen koordinierten Zufluss geschehen. In dem Zusammenhang wird erforscht, inwieweit „intelligente Sensorik“ dabei unterstützen kann. Auch technische Veränderungen im Schleusenbetrieb und Hafenpumpwerk, die den Sedimenteintrag reduzieren könnten, werden näher betrachtet, führte Schmitz aus.

Mehr Angebot für umweltverträglichere Kraftstoffe

 Auf dem Gebiet der umweltverträglicheren Kraftstoffe versucht man im Hafen schon seit 2019, mehr Angebot zu schaffen. Seit November 2019 können mit Flüssigerdgas betriebene Schiffe an der Ems-pier „Ship-to-Ship“ betankt werden. Bevor das ermöglicht wurde, mussten Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Die genehmigungsrechtlichen Grundlagen sowie Sicherheitskonzepte wurden mit der Feuerwehr, dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sowie der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt entwickelt.

Zudem wurde die Liegewanne an der Emspier im Außenhafen 2019 auf einer Länge von 400 Metern und einer Breite von 45 Metern auf 10,80 Meter vertieft. Das ermöglicht die Abwicklung von Schiffen mit einem größeren Tiefgang als bisher. Schmitz: „Damit hat Niedersachsen Ports auf die Entwicklung der Schiffsgrößen im Import und Export von Fahrzeugen reagiert.“

Ein weiterer Schritt für umweltfreundliche Treibstoffalternativen wurde im vergangenen August getan. Da wechselten rund 1500 metrische Tonnen von verflüssigten Erdgas mit einer Temperatur von Minus 163 Grad Celsius von Schiff zu Schiff.

Der in 2020 fertiggestellte Autotransporter „Siem Confucius“ - er kommt für die Verladung von Autos an die Emspier - wurde mit Liquefied Natural Gas (LNG) vom ebenfalls mit LNG angetriebenen Bunkerschiff „Engie Zeebrugge“ betankt. Die Antriebstechnik gilt derzeit als eine umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen.

Ute Lipperheide
Ute Lipperheide Emder Zeitung
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