Emden - Auf dem Ökowerk-Gelände tut sich bald etwas Großes: Das Arche-Gelände rund um das Holzschiff mit den alten Haustierrassen wird umgebaut - und danach für Besucher frei zugänglich gemacht. Ermöglicht wird das durch eine üppige Förderung vom Land Niedersachsen. Fast 190 000 Euro fließen, damit in diesem bisher weitgehend noch unerschlossenen Teil des Ökowerks ein „Pfad der Artenvielfalt entstehen kann. Die Stiftung selbst steuert 24 300 Euro an Eigenmitteln bei.
Wie Ökowerk-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Mohr und Projektleiter Dr. Frank Gaupels ankündigten, ist auf dem etwa 30 000 Quadratmeter großen Areal ein Lehrpfad geplant, mit dem Besucher künftig die unterschiedlichsten Lebensräume für Kleinstlebewesen und Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt kennenlernen können. Die Holz-Arche, die dem Gelände seinen Namen gibt, soll nach Abschluss des Umbaus als Aussichtsplattform genutzt werden.
Die dort lebenden Schafe, Mini-Schweine, Hühner und Gänse werden großräumig abgetrennte Flächen erhalten. Besucher können die Tiere - viele davon entstammen selten gewordener Nutztierrassen - von der Arche und vom Pfad der Artenvielfalt aus näher beobachten. Bisher ging das oft nur von einer kleinen Schaufläche neben dem Tor aus.
„Wir bekommen mit dieser Förderung die Möglichkeit, das Ökowerk wieder ein großes Stück voranzubringen“, freute sich auch der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Eckard Lukas. Umweltbildung als auch Besucher profitierten davon.
Start nächste Woche
Wie Mohr auf Nachfrage mitteilte, beginnt der Umbau bereits in der kommenden Woche. „Unsere eigenen Leute werden den Wegverlauf vormähen und abstecken, ein externes Unternehmen wird den Weg anlegen“, erläuterte sie. Zudem sind einige kleinere Aufbauten geplant: eine Scheune als Rückzugsort für Fledermäuse und Vögel, ein Fledermausbunker als Winterquartier, Stein- und Totholzhaufen und gestaltete Beete. Die vorhandene Obstbäume und Skulpturen bleiben erhalten. Die Teichufer werden aufgewertet. Bis Sommer 2022 soll alles fertig sein. Gefördert wird das Projekt aus dem Topf „Biodiversität/grüne Infrastruktur“. Gefallen gefunden hatte das Konzept auch schon beim Umweltminister Olaf Lies, der das Ökowerk im Herbst 2020 besucht hatte. Die anderen Ökowerk-Bereiche bleiben während des Umbaus für Besucher geöffnet.
