Emden - Der Konflikt mit der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen Aurich ist beendet. Die Fördergelder zur Bezahlung der Emder Werft und Dock GmbH (EWD) für die Sicherheitseinbauten auf dem Museums-Feuerschiff „Amrumbank/Deutsche Bucht“ gemäß der neuen Traditionsschiff-Auflagen sind geflossen. Beim nächsten „Päckchen“ - der Reparatur der im Juni erlittenen Sabotage-Schäden – soll es jetzt fixer gehen. Heute wird das Wahrzeichen gleich morgens im Ratsdelft ablegen, kündigte der Vorsitzende Heinz-Günther Buß an.
Mit zwei niederländischen Schleppern wird das einstige Seezeichenschiff unter Leitung von Vereinskapitän Gerhard Janßen erneut in die Emder Werft geschleppt. Dort soll unmittelbar mit der Beseitigung der Schäden begonnen werden. Wie berichtet, waren Unbekannte um den 20. Juni herum gewaltsam in das sanierte Schiff eingedrungen und hatten unterhalb der Wasserlinie vier Löcher in die Außenhaut gebohrt. Hafenwasser drang ein. Zwar verhinderte ein Mitglied Schlimmeres, trotzdem liegt der Schaden bei über 100 000 Euro.
In der Werft muss das Schiff in Seitenlage gebracht werden, damit die Löcher von außen verschweißt werden können. Zudem werden Wasserschäden in der Maschine beseitigt und die gesamte Technik neu konserviert. Hinzu kommen Reparaturen, die möglicherweise nicht von der Versicherung abgedeckt werden. Hier hilft die Welle der Sympathie nach dem Anschlag. „Mehr als 20 000 Euro Spenden sind zusammengekommen“, sagte Buß. Wie lange der Werftaufenthalt dauert, ist noch ungewiss.
Derweil ist bei den polizeilichen Ermittlungen noch kein Durchbruch erfolgt. Die an Bord gesicherten DNA-Spuren lägen weiterhin zur Untersuchung beim Landeskriminalamt. „Das dauert – ganz Niedersachsen schickt seine Spuren dorthin“, sagte Polizeisprecherin Svenia Temmen. Diese würden nach Priorität abgearbeitet. „Auch wenn es sich hier vor Ort um eine Sachbeschädigung an einem Objekt von bedeutendem Wert handelt, werden schwerwiegendere Delikte vorrangig behandelt.“
Der Verein bittet in dem Zusammenhang nochmals um „intensive Mithilfe“. Wer am Samstag/Sonntag, 19./20. Juni, Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich an die Polizei Emden oder an Buß (0171/8388516) zu wenden. 3000 Euro Belohnung sind ausgesetzt.
