Emden - Spaziergänger und Anwohner haben es längst bemerkt und dürften den Anblick genießen: An mehreren Stellen im Stadtgebiet gibt es kleine oder größere Wildblumenwiesen, die seit Wochen das Landschaftsbild farbiger machen. Die Stadt Emden hat ihr Engagement in diesem Bereich sogar verstärkt und den Anteil der Blühstreifen noch einmal hochgeschraubt. Was steckt dahinter? Wo findet man diese Flächen? Wir haben nachgefragt und Jannes Utecht, Leiter des Sachgebiets Grünflächen beim Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden (BEE), hat geantwortet.
Was wurde alles ausgesät ?
Insgesamt wurden in diesem Jahr 25 Kilogramm Saatgut ausgebracht. Gesät werden einjährige sowie zwei- und mehrjährige Pflanzen. Cosmos heißt die Mischung, die der BEE verwendet. Sie beinhaltet 19 einjährige und 23 zwei- und mehrjährige Arten. Die buchstäblich bunte Palette reicht von Garten-Fuchsschwanz über Borretsch, Mandelröschen und Kalifornischen Mohn bis hin zu verschiedenen Glockenblumen, Bart-Nelken, Kuckucks-Lichtnelken und Purpur-Königskerze.
Welche Blühstreifen gibt es in Emden ?
Angelegt sind folgende Blühstreifen mit einer Gesamtgröße von knapp 2,5 Hektar:
Drei neue Bereiche auf dem Friesenhügel mit circa 20000 Quadratmetern plus zwei alte Bereiche aus dem Jahr 2017 mit etwa 2200 Quadratmetern.
150 Quadratmeter im Frankenpark (an der Frankenstraße, unterhalb des Friesenhügels)
800 Quadratmeter in der Amselstraße (Larrelt)
zwei Bereiche von etwa 300 Quadratmetern am Heuzwinger
Wie hoch war 2021 der finanzielle Aufwand ?
Die Kosten für die Neuanlage in diesem Jahr belaufen sich auf etwa 9800 Euro.
Wann wurde gesät ?
Die vorbereitenden Arbeiten (das Fräsen der Flächen) wurden im April und im Mai kurz vor der Aussaat durchgeführt. Die eigentliche Aussaat erfolgte dann Anfang Juni.
Was steckt hinter der Maßnahme ?
Seit 2017 legt der BEE in Emden Blumenwiesen an. Diese sollen das Nahrungsangebot für Insekten und viele andere Wildtiere im Stadtgebiet erhöhen, aber auch den Bürgerinnen und Bürgern als Beispiel dafür dienen, wie mit relativ geringem Aufwand ökologisch wertvolle Bereiche geschaffen werden können. Darüber hinaus sind die Wildblumenwiesen auch als gestalterisches Element gedacht. „Sie schaffen ein ansprechendes Landschaftsbild“, unterstreicht Jannes Utecht.
Sind fürs kommende Jahr weitere Blühstreifen geplant ?
Die Stadt betont, dass sie generell stets auf der Suche nach neuen Standorten und ständig bemüht sei, zusätzliche Flächen für Blumenwiesen zu finden, „um Insekten und anderen Wildtieren einen weiteren schönen und angemessenen Lebensraum zu bieten“. Stadtsprecherin Theda Eilers weist allerdings auch darauf hin, dass bei der Auswahl der Standorte einiges zu beachten ist. Dazu zählt, dass Boden- und Lichtverhältnisse stimmen müssen.
