Emden - Ganz ohne Erfolg ist bisher Ingo Weber, ehemaliger Emder Oberbürgermeisterkandidat, bei dem Versuch geblieben, seine Protestunterschriften gegen die Rodung des kleinen Wäldchens „Janssens Tuun“ abzugeben. Bisher habe er keinen Kontakt mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich aufnehmen können, berichtete er.
1150 Unterschriften hatten er und Freunde gesammelt, um das Wäldchen zu retten (wir berichteten). Es muss dem Wiesenvogelschutzprogramm weichen. Durch den Bau der Umgehungsstraße zur Autobahn für den Stadtteil Friesland, müssen Ersatzflächen ausgewiesen werden. Naturschutzgutachten hatten die ersten Untersuchungen – sie sind über zehn Jahre alt – bestätigt.
Vor gut einem Jahr erregte das Thema die Gemüter. Auch heute noch erscheint es vielen unlogisch, dass ein naturbelassenes Wäldchen für den Naturschutz weichen muss. Weber versucht nun, da die Rodung kurz bevorstehe, noch einmal diese zu verhindern. Er bat darum bei Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) und dem Leiter der Auricher Behörde, Frank Buchholz.
„Die Übergabe der Unterschriften gestaltet sich bisher schwierig, da sich dort irgendwie niemand verantwortlich fühlt“, teilte Weber mit. Er werde immer wieder „an andere Stellen“ verwiesen. Um weiter Druck zu machen, hat er die Petition für den Erhalt von „Janssens Tuun“, so heißt das Wäldchen im Volksmund, beim niedersächsischen Landtag online eingereicht. Weber: „Parallel hoffe ich noch auf die Übergabe der Petition, um unser Anliegen noch einmal vorzutragen.“
