Emden - Sie sind in der Tennisszene keine Unbekannten, haben hier und da immer wieder Erfolge für sich verbuchen können und stehen gerne auf dem Court. Doch Jannis König und Aaron Tadema spielen gerne auch mit einem deutlich größeren Ball - und mit dem im Grunde genommen sogar noch lieber als Tennis.
Beide gehen für den Emder Tennis- und Hockeyclub auf Punktejagd. Doch auch im Fußball waren beide schon aktiv. Das haben sie aber aufgegeben, weil es im Tennis sehr gut lief und läuft. Mittlerweile sind sie in der Jugend von Blau-Weiß Borssum im Basketball aktiv. Was sie besonders reizt an der Sportart? Das ist das Mannschaftsgefühl, das Miteinander, der Teamgeist - und für beide ist der Sport an sich interessanter.
„Das Basketballspielen macht viel mehr Spaß“, sagte Tadema. Da nickte König zustimmend. Er hat auch schon im Emder Turnverein gespielt und dort mit seinem jetzigen Trainer, Kenneth Campas, zu tun gehabt. „Kenneth hat immer schon viel mit uns trainiert und neben dem Basketball viel mit uns unternommen“, so König.
Die beiden 15-Jährigen haben das auch während der Corona-Pandemie schätzen gelernt. „Kenneth hat online viel mit uns gemacht, hat uns Bälle für zu Hause organisiert, so dass wir individuell trainieren konnten“, so Tadema. Denn auch die Basketballer teilten das Los der anderen Hallensportarten, dass unter den strengen Auflagen der Corona-Pandemie ein Trainings-, geschweige denn ein Spielbetrieb nicht möglich war. „Deshalb hoffe ich auch, dass die Corona-Pandemie bald vorbei ist“, sagte Tadema.
Die Schüler des Max-Windmüller-Gymnasiums haben sich über den Sport kennen gelernt und machen seit der 5. Klasse auch neben der Schule und dem Sport einiges zusammen. Zurzeit besuchen sie die 10. Klasse des Max, und - so sagen beide - es läuft super. Beide möchte im Abitur den Sport-Leistungskurs belegen, Tadema denkt auch über das Fach Englisch nach. „Meine Eltern haben zwei Jahre in Australien gelebt, da fällt mir die Sprache vielleicht leichter.“
Im Sport beim Basketball geben beide auch alles, profitieren davon, dass die Mannschaft sehr homogen auftritt. So ist es nicht ungewöhnlich, dass beispielsweise im Spiel gegen den TuS Zetel die 83 Tore der Blau-Weißen gut in der Mannschaft verteilt waren - sechs Spieler erzielten über zehn Punkte, Jannis König 13, Aaron Tadema elf in dem Spiel. NBA-rekordverdächtig waren die 34 Punkte von König im Spiel gegen Fortuna Logabirum. Fast jeder seiner Würfe landeten im Korb.
Doch beide wollen solche Erfolge gar nicht in den Vordergrund stellen. Basketball ist ein Mannschaftssport, da verlieren sie miteinander, oder gewinnen miteinander. Im Tennis sind beide eher Einzelkämpfer, es sei denn, sie spielen Doppel. „Im Basketball muss man miteinander das ganze Spiel kämpfen“, so König. Selbst die auf der Bank feuern mit an, nehmen hautnah am Spiel teil.
Während König dreimal die Woche - wenn es die Corona-Pandemie denn zulässt - Basketball trainiert und einmal Tennis, ist Tadema zweimal in der Woche auf dem Tennisplatz aktiv. Und dann kommen für beide auch noch die Punktspiele dazu. Kollidieren die Sportarten nicht miteinander? „Nein, im Tennis spielen wir ja eine Sommersaison, die Basketballsaison geht meistens über den Winter“, so König.
Basketball ist ihre bevorzugte Sportart. Und am meisten Spaß macht es, wenn sie in der eigenen Halle spielen. „Dann jubeln alle bei unseren Aktionen und buhen uns nicht aus“, sagte Tadema. König findet es aber interessant, andere Hallen einmal kennenzulernen. Die Pause aufgrund der Corona-Beschränkungen nervt sie. Doch bald können sie - aller Voraussicht nach am Sonntag, 16. Januar, um 9 Uhr in der Halle der Ostburgschule - wieder auf Korbjagd gehen.
