Emden - Corona zwang viele Gastronomien dazu, kreativ zu werden. So auch die Betreiber des „Störte“ in der Emder Innenstadt. Bei einem Besuch und einem Cappuccino erzählen die 24-jährigen Tolga Öztürk und Halil Kalmaz der Emder Zeitung von ihrer neuesten Idee: den Frühstücks-Boxen. Mit diesen können Kunden sich die wichtigste Mahlzeit des Tages liefern lassen.
Wie kam es zu der Idee, Frühstücks-Boxen in die Speisekarte mit aufzunehmen?
Bevor sich bei Öztürk die Idee verfestigt hat, selbst Frühstücks-Boxen anzubieten, habe er das Angebot bereits in Großstädten gesehen, erklärt er. Auch in seinem Bekanntenkreis habe man ihn darin bestärkt, Frühstück außer Haus anzubieten. Auf einer gemeinsamen Finnland-Reise habe sich der Gedanke bei Öztürk und Kalmaz schließlich finalisiert. „Wir wollen proaktiv sein und versuchen, stetig neue Geschäftskonzepte auszuarbeiten“, sagt Öztürk.
Das Restaurant „Störte“ in Emden wurde am 15. August 2020 eröffnet. Das Störte bietet eine Speisekarte von Frühstück bis Abendessen an. Die Gründer sind Tolga Öztürk (24) und Halil Kalmaz(24). Beide studieren nebenbei an der Hochschule in Emden.
Nach der Eröffnung in 2020 mussten Öztürk und Kalmaz nach bereits drei Monaten aufgrund der Corona-Pandemie schließen.
Vor allem für die Azubis des Lokals sei die Idee eine willkommene Abwechselung im oftmals eintönigen Alltag des Lockdowns. „Wir wollten einfach nicht tatenlos sein“, erklärt Kalmaz. So hatten die Auszubildenden des „Störte“ trotz der schweren Zeit, eine Aufgabe um die sie sich kümmern konnten.
Wie kommen die Boxen bei den Kunden an?
Wie die beiden Jungunternehmer berichten, werden die Boxen sehr gut angenommen. Gerade an Feiertagen sei die Nachfrage der Boxen sehr hoch. Viele nutzen demnach die Boxen als Geschenkidee, um ihren Liebsten eine Freude zu bereiten, und kaufen Gutscheine. In diesem Jahr waren die Boxen sehr beliebt: „Am Muttertag haben wir die dreifache Menge an Fahrern benötigt“, sagt Kalmaz.
Sind Rückmeldungen der Kunden hilfreich?
Kundenmeinungen sind Öztürk und Kalmaz nach eigener Aussage sehr wichtig, weshalb sie regelmäßig Umfragen zu diversen Wünschen auf sozialen Medien durchführen. „Das Feedback unserer Kunden liegt uns sehr am Herzen, weshalb deren Meinung auch sehr ernst genommen wird.“ Sie versuchten oft, Wünsche mit in die Speisekarte aufzunehmen, erklären die Besitzer des „Störte“. Sie überlegen nun, die Boxen fest ins Geschäft aufzunehmen. Seit dem 26. Mai ist außerdem ein benutzerfreundliches Bestellsystem zu den Boxen auf der Webseite des „Störte“ verfügbar.
Wie steht das „Störte“ aktuell in der Pandemie dar?
Öztürk und Kalmaz berichten, dass die Lage bei ihnen aktuell sehr schwierig sei und auf jeden Fall viel besser laufen könne. „Wir warten sehnsüchtig auf die Öffnung der Außengastronomie, damit wir wieder etwas normaler durchstarten können. Für unsere Mitarbeiter wäre dies sicherlich vorteilhaft“, erklären die beiden Jungunternehmer. Fest steht, dass ohne die Boxen die Situation bestimmt schlimmer gewesen wäre.
Das „Störte“ öffnet am Montag, 21. Juni, wieder. Gäste müssen Tische aber im Voraus reservieren. Weitere Infos online unter:
