Emden - Boostern stand ganz hoch im Kurs während des zweiten freien Impfens vom städtischen mobilen Impfteam in der Emder Innenstadt. 80 Prozent der 355 Impfwilligen hatten sich in einer langen Schlange eingereiht, um sich eine Auffrischungsimpfung gegen eine Covid-19 Infektion abzuholen. „Das geht hier schon den ganzen Tag so, die Schlange der Wartenden ist lang, obwohl wir zwei Impfwagen im Einsatz haben“, sagte Cathrin Leuffert, Ärztin im Emder Gesundheitsamt, auf Anfrage dieser Zeitung.

Drei Ärzte, drei Impfbefähigte, ein Sanitäter und drei Verwaltungsmitarbeiter waren gestern von morgens zehn bis 15 Uhr auf dem Neuen Markt im Einsatz. Der Andrang war so groß, dass 50 Wartende erst nächste Woche eine Impfung bekommen können. Grund hierfür war nicht etwa mangelnder Impfstoff, sondern der „Zeitaspekt“, erklärte Stadtsprecher Eduard Dinkela auf Anfrage. „Leider ging das gestern nicht mehr“, sagte er.

Neben den 290 Booster-Impfungen mit dem Impfstoff von BioNTech wurden noch 60 Erstimpfungen mit dem einmalig verabreichten Impfstoff von Johnson & Johnson und fünf Zweitimpfungen mit BioNTech verabreicht. Deutlich wurde bei Gesprächen unter den Wartenden, dass vor allem die bereits in einigen Bundesländern geltende 2G-Regelung (genesen, geimpft) noch viele bisher nicht Geimpfte davon überzeugt hat, sich gegen Corona immunisieren zu lassen. Auch die fast überall praktizierte 3G-Regelung (genesen, geimpft, getestet) steigert die Impfquote. „Da die Tests umständlich sind und auch nicht mehr kostenlos, lasse ich mich jetzt impfen“, sagte ein junger Mann aus der Warteschlange.

Ute Lipperheide
Ute Lipperheide Emder Zeitung