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Emder Stiftung hilft Fünfmal Geld für die, die es dringend benötigen

Die Spendenempfänger und der Stiftungsvorstand Oberbürgermeister Tim Kruithoff (von links nach rechts): Christian Habl, Siegrid Harms,  Kruithoff, Heike Schaffland,  Gudrun Stomberg und Elfriede Wilts. Bild:

Die Spendenempfänger und der Stiftungsvorstand Oberbürgermeister Tim Kruithoff (von links nach rechts): Christian Habl, Siegrid Harms, Kruithoff, Heike Schaffland, Gudrun Stomberg und Elfriede Wilts. Bild:

Emden - Fünf Anträge sind dieses Mal bei der Ausschüttung der Schnedermann-Brons-Stiftung berücksichtigt worden. Das ist seit Jahren quasi ein Rekord, waren es doch häufiger nur ein oder zwei Bewerber. „Das ist richtig gut, und wir mussten dieses Mal sogar Bewerber ablehnen“, sagte Beiratsmitglied Dr. Claas Brons während der Scheckübergaben im Verwaltungsgebäude der Stadt Emden.

Zuwendungen aus der Stiftung bekommen jetzt der evangelisch-lutherische Kindergarten Paulus in Barenburg, die EUTB-ergänzende unabhängige Teilhabeberatung för elk un een e.V., der VdK-Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Emden und Borssum, die Frühförderstelle Emden und die Kindertagesstätte Neue Heimat in Barenburg. Vertreter dieser Institutionen und Einrichtungen bekamen sofort einen Scheck von Dagmar Wiltfang, Mitarbeiterin im städtischen Fachdienst Finanzen, Abgaben und Stadtkasse. Oberbürgermeister Tim Kruithoff berichtete über die Einrichtungen, die er – bis auf die Kita Neue Heimat – alle schon einmal in Augenschein genommen hat, und stellte deren Arbeit heraus.

Die Stiftung

Die Schnedermann-Brons-Stiftung hat ihren Ursprung im Jahr 1916, also mitten im Ersten Weltkrieg. Die Erträge aus dem Stiftungskapital sollten damals vor allem Kriegsversehrten zugute kommen. Heute sind es vor allem soziale Einrichtungen, die profitieren.

Die Stadt Emden verwaltet die Stiftung, die auf das Ehepaar Johann Martho und Anna Catharina Schnedermann, geb. Brons, zurückgeht. Sie wohnten in einer Villa in der Auricher Straße am Wall. Das Grundstück wird gerade neu bebaut.

Das Ehepaar Schnedermann hatte Grundstücke in die Stiftung eingebracht. Diese wurden verkauft und das Geld angelegt.

Die

Kita der Paulus-Gemeinde

bekam 500 Euro. Für dieses Geld sollen Schleich-Tierfiguren und Ostheimer-Holztierfiguren gekauft werden. Diese werden bei der Sprachförderung eingesetzt, erklärte Kita-Leiterin Siegrid Harms. Bei einem über 70-prozentigen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund sei das Arbeiten mit solchen Tierfiguren besonders erfolgreich, erklärte sie.Christian Habl von

EUTB

konnte 600 Euro entgegennehmen. Dafür soll ein Beamer in den Vereinsräumen zu Schulungszwecken angeschafft werden. Elfriede Wilts von der

Frühförderstelle

freute sich über 318 Euro. So viel kosten nämlich zwei Kindersitze für das Dienstauto. Die anderen waren zerschlissen: „Wir brauchen wirklich neue und das ist bei unserem Budget keine einfache Sache.“ 500 Euro bekam Heike Schaffland für den

VdK

überreicht. Dafür wird eine Wii angeschafft. Mit diesem elektronischen Gerät können auch betagte Menschen beispielsweise bowlen. „Wir versuchen die alten Menschen aus ihrer Isolation herauszuholen“, berichtete Schaffland. Spiele mit der Wii finden dabei einen großen Anklang. Dass dies äußerst viel Freude bereiten kann, berichtete auch Kruithoff: „Ich habe das auch öfter einmal mit meiner Oma gespielt und wir haben da sehr viel gelacht und Spaß gehabt.“Mit 2500 Euro aus der Stiftung ist die

Kita Neue Heimat

bedacht worden. „Wir werden das Geld für Spielzeug und in den Ausbau unserer Bücherei einsetzen“, sagte Kita-Leiterin Gudrun Stomberg. Die meisten Kinder, die diese Kita besuchen, benötigten erhöhten Förderbedarf, unter anderem auch beim Spracherwerb. Da der Posten Sachmittel seit Jahren knapp ist, kommt dieses Stiftungsgeld wie gerufen.

Bis zu 7500 Euro können von der Stiftung ausgeschüttet werden, betonte Brons. Vor allem freuten sich die Stiftungsvertreter - neben Brons und dem OB sind das noch der evangelisch-reformierte Pastor Christian Züchner und CDU-Fraktionsvorsitzender Gerold Verlee -, dass die Stiftung langsam bekannter wird und deshalb auch mehr Anträge eingehen.

Ute Lipperheide
Ute Lipperheide Emder Zeitung
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