Emden - Seit mehreren Jahren wird das ehemalige Sportgelände des früheren Postsportvereins Emden nicht mehr genutzt. Und genauso lange kommen immer wieder Diskussionen über die künftige Verwendung der Flächen zwischen Gorch-Fock-Straße und dem Autobahnzubringer Emden-Mitte auf. Mit einer eindeutigen Stellungnahme hat sich jetzt der Bürgerverein Emden-Barenburg zu Wort gemeldet. Seine Meinung: Die beste Lösung für das vernachlässigte Gelände ist, daraus ein Baugebiet zu machen.
Dem Vereinsvorsitzenden Walter Davids sind die Pläne des noch jungen KSV Union Barenburg natürlich bekannt. Indirekt bringt er in seiner Antwort auf die Fragen dieser Zeitung aber zum Ausdruck, dass er nicht an eine Verwirklichung des ausgesprochen ehrgeizigen und auch teuren Konzeptes des Vereines glaubt: „Auf dem Gelände ist in den letzten Jahren nichts Vernünftiges passiert. Es wurde schon öfters dort versucht, in Richtung Vereine etwas zu etablieren, das ist immer gescheitert. Entweder gab es keine Manpower und/oder unausgegorene Konzepte. Warum sollte das nun besser werden?“
Für die Ausweisung eines neuen Baugebietes – die in den letzten Jahren schon öfter Thema war – spricht nach Ansicht des Bürgervereins-Vorsitzenden auch der Zustand von Freiflächen und Vereinsheim: Der sei „fürchterlich“, so Walter Davids: „Eine Sanierung würde sicherlich eine Menge Geld (das nicht vorhanden ist) verschlingen. Wir (der Bürgerverein) sind uns einig, dass ein Baugebiet dort gut angenommen werden würde und ein großer Problempunkt damit beseitigt wäre.“
Davids, der der SPD-Fraktion im Emder Rat angehört, geht davon aus, dass in der Fraktion nach der Sommerpause noch einmal gesprochen wird: „Eine Entscheidung sollte dann möglichst zeitnah erfolgen.“
