Emden - Die meisten Meter sind geschafft, die erste Umleitung auf dem Gelbe-Mühlen-Zwinger ist längst aufgehoben, da tut sich schon die nächste Umleitung auf dem Wall auf. Zwischen der Bollwerkstraße und dem Roten Siel werden jetzt weitere dicke Rohre in die Erde verlegt. Es ist die Fortsetzung der im Frühjahr gestarteten Baumaßnahme auf diesem Wall-Abschnitt, die kurz nach dem Lindenhof begonnen hatte.

Wie berichtet, wird dort schwerpunktmäßig die Wasserleitung getauscht. Sie ist Teil der Ringleitung, die die Stadt mit dem Trinkwasser aus Tergast versorgt. Mit 450 Millimeter starken, blauen Kunststoffrohren werden Stück für Stück veraltete Tonrohre aus den 1950er Jahren ersetzt. Bei der Gelegenheit werden auch Glasfaserkabel gelegt und Stromleitungen in roten Kunststoff-Schutzrohren neu verlegt. Teilweise mussten auch Hochdruck-Gasrohre getauscht werden.

Der aktuelle Bauabschnitt ist etwa 300 Meter lang. Radfahrer und Fußgänger müssen dort den Hauptweg verlassen und unterhalb entlang um den Kindergarten Rote Mühle. Spätestens Ende des Jahres sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein, wie Rolf Kramer, Fachbereichsleiter Bau und Planung bei den Stadtwerken Emden, sagte. „Wir haben da schon Schlechtwasser-Phasen einkalkuliert.“

Die Modernisierung der Ringleitung soll dann im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Wie das allerdings ausgestaltet wird, hängt auch von der Gesamtmaßnahme der Sanierung rund um den Schwanenteich ab. Betroffen ist dann nochmals ein 470 Meter langes Wall-Stück von der Brücke am Roten Siel bis zur Courbierestraße. 580 Meter waren bereits im vergangenen Jahr zwischen Boltentorstraße und Wallaufgang Philosophenweg erneuert worden, in diesem Jahr sind es 450 Meter ab Lindenhof. Wenn auch noch der Bereich Schwanenteich geschafft ist, ist etwa ein Drittel der alten Ringleitung ausgetauscht.

Alle Arbeiten an den Hauptwasserleitungen sollen im Übrigen möglichst unbemerkt für die Kunden verlaufen.