Emden - Schiffe mit dem Namen „Emden“ hat es in der Schifffahrtsgeschichte einige gegeben. Jetzt kommt ein weiteres hinzu. Einer der vier zusätzlich von VW ab Ende 2023 eingesetzten und mit Flüssiggas betriebenen Autotransporter (wir berichteten) wird den Namen der Seehafenstadt in die Welt hinaustragen. Das teilte Kay Lauterjung, Geschäftsführer der Reederei M. Lauterjung, mit.

Das Emder Schifffahrtsunternehmen, das seinen Sitz am Alten Binnenhafen hat, bereedert zwei der vier neuen Schiffe. Das eine wird „SFL Emden“, das zweite „SFL Wolfsburg“ heißen - benannt nach den zwei Volkswagen-Standorten. Aber auch, „um den regionalen Charakter des Projektes hervorzuheben“, wie  Kay Lauterjung betonte.

Rein äußerlich werden die zwei neuen Schiffe den beiden Autotransportern, die bereits seit über zehn Jahren Teil der Lauterjung-Flotte sind, in puncto Design und Farbgebung durchaus ähneln. Lauterjung hatte seinerzeit die Car Carrier „Arabian Sea“ und „Mediterranean Sea“ in Dienst gestellt.

Gebaut werden die „SFL Emden“ und die „SFL Wolfsburg“ auf einer der größten staatlichen chinesischen Werften in Guangzhou. Beide sollen in der zweiten Jahreshälfte 2023 abgeliefert werden. Sie fassen jeweils bis zu 7000 Autos und werden mit Flüssiggas betrieben.

Alle vier neuen Schiffe im Dienste von VW sollen dazu beitragen, die CO2-Bilanz des Konzerns zu verbessern. Diese Betriebsform stößt 30 Prozent weniger Stickoxide, 60 Prozent weniger Rußpartikel und sogar 100 Prozent weniger Schwefeloxide aus.

Schiffseigner ist die SFL Corporation mit Büros in Bermuda, Oslo und London. Kay Lauterjung: „Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Schiffseigner SFL Corporation, dieses sehr innovative Projekt realisiert zu haben.“

Axel Milkert
Axel Milkert Emder Zeitung (Leitung)