Ihlow - Eigentlich sollte im Ihlower Ausschuss für Bau, Feuerwehr und Umwelt am Montagabend eine Stellungnahme zum geplanten Naturschutzgebiet Fehntjer Tief beschlossen werden. Zu einem eindeutigen Ergebnis kam es aber nicht. Fünf der sieben Stimmberechtigten enthielten sich. Dazu gehörte entgegen der Erwartungen auch die SPD. Nur die CDU stimmt für die Stellungnahme. Die Grünen dagegen erteilten eine Absage.

Laut dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz gilt ein Antrag mit einem solchen Patt-Ergebnis als abgelehnt. Bürgermeister Johann Börgmann (SPD) hatte in der Sitzung erklärt, dass der Verwaltungsausschuss nun über das Ergebnis beraten soll.

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Fraktionsvorsitzende und Ausschussmitglied Insa Buss lehne den aktuellen Verordnungsentwurf zum Fehntjer Tief generell ab. Die Regelungen seien ihr zu lasch, wie sie am Montag erklärte. „Es ist fraglich, ob Vogel- und Naturschutz überhaupt noch gewährleistet werden“, meinte Buss. Sie mahnte, dass Naturschutzverbände bereits eine Klage gegen die geplante Verordnung vorbereiten würden. Auch befürchtet Buss, dass die EU ihre Zustimmung nicht geben könnte.

Hinrich Raveling (UWG) begründete seine Enthaltung vor allem damit, dass er mit der Abstandsregelung zu Gewässern nicht einverstanden sei. Diese sollte in einigen Fällen von 10 Metern auf nur noch einen Metern herabgesetzt werden.

Auf Vorschlag des Ortsbürgermeisters Ihlowerfehn, Wilhelm Fleßner, wurde außerdem ein Zusatz zur Stellungnahme hinzugefügt. Bei Gewässern zweiter Ordnung soll die Wassertiefe mindestens 1,5 Meter betragen. So soll der Bootsverkehr gewährleistet werden. „Das Bootfahren ist aber bereits sehr eingeschränkt“, erklärte der Auricher Landschaftsplaner Gerhard Liebert, der per Video zur fachlichen Unterstützung zugeschaltet wurde.