Emden - Auch wenn das Neue Theater wegen des umfangreichen Umbaus definitiv nicht als Festivalstätte zur Verfügung stehen wird, bedeutet das für das diesjährige Emder Filmfest noch lange nicht das Aus. Das hat Filmfest-Geschäftsführerin Nora Dreyer auf Anfrage unserer Redaktion deutlich gemacht.

„Eine Komplett-Absage des Festivals, die wir im vergangenen Jahr sehr kurzfristig und mit schwerem Herzen angesichts der Pandemie-Lage vornehmen mussten, soll es 2021 nicht geben“, bekräftigte sie am Freitag. Gleichwohl werde angesichts der Corona-Pandemie „sehr ernsthaft“ die Option geprüft, das Filmfest terminlich zu verschieben. Ursprünglich geplant war das Festival, wie berichtet, vom 9. bis 16. Juni.

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„In der Terminfrage stehen wir in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, können aber auch dazu heute offiziell noch nichts bekannt geben“, teilte Dreyer weiter mit.

Auch stehe das Organisationsteam in regem Austausch mit den Festival-Partnern und Sponsoren und lote aus, wie man die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ein 31. Filmfest unter Corona-Bedingungen setzen könne.

„Über den Umbau des Neuen Theaters sind wir bereits rechtzeitig informiert worden“, versicherte Dreyer. Wie berichtet, wird dieses gerade entkernt. Deshalb würden schon seit längerem alternative Veranstaltungsorte geprüft. „Dazu gehören auch die Nordseehalle und weitere Säle des CineStar-Kinos“, sagte die Geschäftsführerin. „Beide haben uns volle Unterstützung für das diesjährige Filmfest zugesagt.“

Dreyer hält es für vorstellbar, dass in einigen Wochen erste Details zu den Rahmenbedingungen des diesjährigen Filmfestes genannt werden können. „Bis dahin bitten wir alle Filmfest-Fans um Geduld“, appellierte sie. Es werde wirklich „mit Hochdruck und Herzblut“ daran gearbeitet, um 2021 wieder Festival-Feeling nach Emden zu holen.

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung