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Gasförderung in Forlitz-Blaukirchen Energieversorger trägt 375 Tonnen verseuchten Boden ab

Viele Bürger sorgen sich um die Art und Weise der Gasförderung in Südbrookmerland. 2019 fand im Gulfhof Ihnen dazu eine Info-Versammlung durch Vermilion Energy statt, die sehr gut besucht wurde.

Viele Bürger sorgen sich um die Art und Weise der Gasförderung in Südbrookmerland. 2019 fand im Gulfhof Ihnen dazu eine Info-Versammlung durch Vermilion Energy statt, die sehr gut besucht wurde.

Forlitz-Blaukirchen/Engerhafe - Die Sorge um das Vorgehen bei der Suche nach Erdgasvorkommen ebbt nicht ab. Das Unternehmen Vermilion Energy hat auf der Gasförderplattform in Forlitz-Blaukirchen seit dem Sommer 375 Tonnen Boden entsorgen müssen. Das teilte Eike Bruns, Sprecher beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) auf NWZ-Anfrage mit. Die LEBG hatte die Maßnahmen aus Gründen der Gefahrenabwehr und eine Sanierung angeordnet. Diese Arbeiten wurden fristgerecht unter Vorlage eines Sanierungskonzeptes vorgenommen und nun abgeschlossen. Die Arbeiten fanden unter Anleitung eines externen Sachverständigen statt. „Außerdem haben Mitarbeiter des Landkreises Aurich und des LBEG die Baustelle mehrmals befahren“, teilte Bruns mit. „Durch Wasser- und Bodenuntersuchungen wurde die konkrete Ausbreitung der Schadstoffe festgestellt.“ Inzwischen seien die Erd- und Wasserhaltungsarbeiten abgeschlossen, der verunreinigte Boden und das verunreinigte Wasser wurden entsorgt, die Baugrube wieder verfüllt. Der Abschlussbericht des Sachverständigen liege noch nicht vor. Erst nach positiver Prüfung des Berichtes durch den Landkreis Aurich und durch das LBEG könne die Gefahrenabwehr- und Sanierungsmaßnahme als abgeschlossen gelten, so Bruns.

Altschaden machte Austausch notwendig

Als Folge eines Altschadens waren bei Erdarbeiten an den Erdgasleitungen unmittelbar am Förderplatzrand am 26. Februar dieses Jahres flüssige Kohlenwasserstoffe in die extra für die Maßnahme ausgehobene Baugrube eingedrungen, teilte die LBEG mit. Das mit Erdgaskondensat verunreinigte Wasser wurde abgepumpt, die Baugrube verfüllt und ein von der Baugrube durchschnittener Graben mit Sandsäcken versperrt, um eine weitere Ausbreitung der Schadstoffe zu verhindern. Ein externer Sachverständiger wurde umgehend eingeschaltet. Nach wiederholten Untersuchungen hatte der Sachverständige jedoch eine Gefährdung für Oberflächengewässer festgestellt. Als Reaktion auf diese Feststellung hatte das LBEG die Sanierung des Altschadens auf Grundlage des Wasserhaushaltsgesetzes angeordnet. Der Anordnung gingen Abstimmungen mit dem Landkreis Aurich sowie die Anhörung des Betreibers voraus.

Unternehmen weist Vorwürfe zurück

Das Unternehmen Vermilion Energy betonte jetzt auf NWZ-Nachfrage, dass es auf der Bohrstelle Großes Meer Z1 nicht zu einer Verunreinigung gekommen sei. „Vielmehr wurde bei Instandhaltungsarbeiten eine räumlich eng begrenzte Altlast entdeckt, die nach umgehender Meldung an die zuständigen Behörden nach abgestimmtem Verfahren vollständig beseitigt wurde. Die damit zusammenhängenden Arbeiten sind abgeschlossen“, so Sprecher Matthias Schorr. Befürchtungen aus der Bevölkerung, für die Bohrstelle am Großen Meer gebe es Pläne für das so genannte Fracking zur Gasförderung, hat das Unternehmen bereits zurückgewiesen. Dabei werden Flüssigkeiten mit hohem Druck in tiefliegende Gesteinsschichten gepresst, damit gebundenes Erdgas ausgewaschen wird. Die Methode ist umstritten, weil eine Verschmutzung des Grundwassers befürchtet wird. Auf der Bohrstelle wird Erdgas, das in Uphusen gewonnen wird, aufbereitet und ins Netz eingespeist.

Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich
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