Pewsum - Rund 50 Bauplätze sind geplant, auch für Familien. Für einen Spielplatz ist im Pewsumer Neubaugebiet Escherweg allerdings kein Platz. Und auch kein Interesse?
Auf diese Begründung berufen sich die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) als Erschließungsträgerin und die Gemeinde Krummhörn. Tatsächlich sei über das Thema Spielplatz gesprochen worden, sagte Susanne Wagenschütz von der NLG. Das bestreitet auch die Gemeinde nicht. Allerdings sei ein Spielplatz über diesen Zustand auch nicht hinaus gekommen. In die notwendige Bauleitplanung hatte es der Spielplatz jedenfalls nicht geschafft, so Pressesprecher Fritz Harders.
Es habe allerdings auch kein Nachfrage seitens der Bevölkerung gegeben, so Harders. Eine mögliche Begründung dafür läge in den immer opulenteren Spielgeräten in häuslichen Gärten. Ein Punkt, den Krummhörns Bürgermeister Frank Baumann (SPD) in der Vergangenheit wiederholt angesprochen hat.
Pewsums Ortsvorsteherin Sonja Heyen zeigte sich in einem Gespräch mit der Redaktion über den fehlenden Spielplatz bei so einem großen Baugebiet hingegen verärgert. Sie schlug vor, dass die Gemeinde ein eigenes Grundstück im Baugebiet erwerben und als Spielplatz umfunktionieren könnte. Die Gemeinde und die NLG lehnen das ab.
Die NLG verweist hingegen auf eine vertragliche Vereinbarung. Die Gemeinde habe zugesagt, den wenige hundert Meter vom Baugebiet entfernten Spielplatz in der benachbarten Siedlung Möhlenhörn zu ertüchtigen, so Wagenschütz. Eine Bestätigung seitens der Gemeinde steht zurzeit noch aus. Auf dem dortigen Spielplatz befindet sich zurzeit eine klägliche Ansammlung in die Jahre gekommener Spielgeräte: ein Klettergerüst, ein Karussell, eine Schaukel, ein einsamer Sandkasten.
In den vergangenen Jahren hatte die Gemeinde wiederholt über „Super-Spielplätze“ gesprochen. Die Idee: Statt mehrerer kleiner Spielplätze gibt es an ausgewählten Plätzen einen opulenten, ähnlich wie der Spielplatz in Greetsiel. Übrige Spielplätze sollten abmontiert und die Grundstücke für Wohnbebauung veräußert werden. Die Idee befindet sich aktuell in der Schreibtischschublade.
