• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Ostfriesland

Spenden nach Tornado in Grossheide: So sollen 80.000 Euro an Betroffene verteilt werden

18.09.2021

Großheide Einen Monat ist es her, dass die Gemeinde Großheide schwer von einem Tornado getroffen wurde. Seitdem gab es eine Vielzahl von Aktionen, um betroffenen Bürgern zu helfen, darunter auch ein offizielles Spendenkonto der Verwaltung. Die Verteilung der bislang gesammelten Gelder in Höhe von insgesamt rund 80.000 Euro – sowie der Summen, die bis Anfang Oktober noch einlaufen – wird jetzt auf sichere Füße gestellt: In der gestrigen Gemeineratssitzung wurde eine offizielle Spendenrichtlinie beschlossen, mit der die Zuweisung geregelt wird. „Das wurde uns vom Innenministerium so geraten, weil es schnell schwierig werden kann, wenn hinterher Ansprüche erhoben werden“, erklärt Bürgermeister Fredy Fischer im Gespräch mit unserer Redaktion. Hilfe gab es dabei von der Stadt Goslar, die 2017 von Überschwemmungen getroffen war und einen ähnlichen Prozess bereits formulieren musste. „Wir haben unsere Richtlinie an die aus Goslar angelehnt, berücksichtigen aber natürlich das, was bei uns in Großheide passiert ist“, betont Fischer.

Streitpunkt: Zehn Prozent für Wiederherstellung des Ortsbilds

Bürgermeister Fredy Fischer. Bild:Archiv

Einfach durchgewunken wurde die Vorlage der Verwaltung im Gemeinderat jedoch nicht: „Wir hatten am Donnerstag eine lange Diskussion“, so der Bürgermeister. So wurde nicht nur über den Passus gestritten, dass zehn Prozent der Spendengelder für die Wiederherstellung des Ortsbildes in den betroffenen Orten Berumerfehn sowie Wester- und Ostermoordorf verwendet werden sollen, sondern auch darüber, was mit Spenden geschehen soll, die nach dem Stichtag 6. Oktober einlaufen. „Die zehn Prozent für die Ortsbilder lassen wir nun weg“, erklärt Fischer. Die Anteile kommen stattdessen jetzt den Härtefällen unter den Antragstellern zugute, die enorme Schäden vorweisen können – vorher waren diese mit insgesamt 15 Prozent der Gesamtsumme eingeplant. Spenden, die nach dem 6. Oktober eingehen, sollen nach dem Ratsentscheid nun ausschließlich für neue Spielgeräte sowie das Außengelände der Kita und des Kindergartens verwendet werden.

Dreiköpfiges Gremium verteilt die Gelder am Ende

Die Verteilung der übrigen Spendengelder – einmal in Form einer Soforthilfe für Geschädigte sowie der genannten Härtefälle mit besonders hohen Tornadoschäden – soll jedoch nicht durch die Verwaltung, sondern ein neues Gremium erfolgen, wie Fischer erklärt. „Das ist ein dreiköpfiges Gremium, bestehend aus dem Gemeindebrandmeister, einem angesehenen Bürger aus Berumerfehn sowie einem Architekten oder Ingenieur – diese Position suchen wir noch.“ Diese sollen dann über die Beschlussempfehlungen der Gemeinde entscheiden und die Gelder konkret zuweisen, immer auch gemessen an den jeweiligen Verhältnissen der Antragsteller. „Wir müssen dabei bedenken, dass das Einkommen und die Schäden im Verhältnis stehen. Für einige Bürger sind 50.000 Euro Schäden eine Katastrophe, die andere aber noch verkraften können.“ Die Verwaltung, so betont Fischer, helfe betroffenen Bürgern gerne beim Ausfüllen der notwendigen Anträge, die bis zum 3. September gestellt werden müssen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Ostfriesland-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In Berumerfehn wurden durch den Tornado über 600 Bäume zerstört. Neupflanzungen werden die Schadenssumme für die Gemeinde Großheide noch deutlich erhöhen.

Gemeinde hat Schäden von über 100.000 Euro

Auf Gemeindeseite ist die Auswertung der Tornadoschäden auch bis heute noch nicht abgeschlossen, erklärt der Bürgermeister. „Wir haben noch einige Versicherungsfragen zu klären, aber nach aktuellem Rechnungsstand haben wir über 100.000 Euro Schäden. Und wir sind noch nicht fertig mit dem Rechnen.“ Vor allem, wenn es um die Wiederbepflanzung der Gemeinde gehe, oder auch das Entfernen von Stümpfen der im Tornado gestürzten Bäume, erwartet Fischer, dass die Schadenssumme noch spürbar ansteigen wird.

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
Rufen Sie mich an:
0163 - 5133605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.