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NWZonline.de Region Ostfriesland

Bauamt in Großheide überlastet: „Dass wir nicht alles umsetzen können, liegt uns schwer im Magen“

21.10.2021

Großheide Es ist ein unangenehmes Thema für die Verwaltung in Großheide – aber eins, das Bürgermeister Fredy Fischer ganz offen anspricht: „Wir werden geplante Straßensanierungen in diesem Jahr weitestgehend nicht umsetzen können“, sagte er auf einem Pressegespräch im Rathaus am Mittwoch. Auch im Kita- und Grundschulbereich sei der gewünschte Ausbau in diesem Jahr weitestgehend auf der Strecke geblieben – mittlerweile gebe es eine ganze Liste an Themen und Ideen, die in der Gemeinde nur verzögert oder gar nicht realisiert werden können. „Dass wir nicht alles umsetzen können, liegt uns schwer im Magen“, räumte der Bürgermeister ein. Gründe dafür gibt es demnach mehrere – der Tornado, der vor allem die Orte Berumerfehn sowie Ostermoordorf im August verwüstete, sei aber nicht der Hauptgrund.

Tornadoverwüstungen und Personalmangel

„Der Tornado ist nicht der eine, aber ein Faktor“, so Fischer. Die gesamte Verwaltung würde sich bis heute in irgendeiner Form mit den Auswirkungen des Wetterereignisses beschäftigen. Was aber mindestens ebenso schwer wiege, sei die dünne Personaldecke im Bauamt: „Wir sind dreieinhalb Mitarbeiter“, beschreibt Bauamtsleiterin Martina Meyer die Situation. Das reiche aktuell nicht mehr aus, um die immer aufwendigere Bürokratie von Projekten zeitnah abzuarbeiten – besonders das Ermitteln von möglichen Fördergeldern sowie die folgenden Ausschreibungen würden viel Zeit in Anspruch nehmen, weshalb andere Dinge auf der Strecke bleiben. „Es fehlt Minimum eine Vollzeitstelle“, betonte Fischer. „Andere Gemeinden sind mindestens doppelt so gut besetzt wie wir, besonders im technischen Bereich.“ Eine weitere Belastung seien die mittlerweile rund 30 gemeindeeigenen Immobilien, die unterhalten und renoviert werden müssen. „Vielleicht müssen wir da auch mal etwas verkaufen“, spekulierte der Bürgermeister.

Eine halbe Million Euro im Jahr

Aufgeschoben sei aber nicht aufgehoben, versicherte er am Mittwoch. „Wir werden die Ansätze aus diesem Jahr in jedem Fall in den Haushalt fürs nächste Jahr übertragen, da gibt es gar keine Diskussion.“ Zu 2020 hatte die Gemeinde ihre Straßenausbausatzung abgeschafft und durch einen festen jährlichen Posten von 500.000 Euro ersetzt, mit dem Straßensanierungen umgesetzt werden sollen. Im Gegenzug zahlen die Bürger dafür etwas höhere Steuern. „Wir haben aber nur wenig gemacht“, so Fischer. Wie hoch genau dieser Posten für 2022 werden wird, ist noch nicht abzusehen – aufgrund der genannten Personalnot wäre eine simple Anhäufung von Finanzmitteln auch kein Weg zur schnelleren Umsetzung, im Gegenteil. „Die Menge der Haushaltsmittel muss zu den Maßnahmen passen, die ja auch nicht immer innerhalb eines Jahres abgeschlossen sind“, erklärte Meyer.

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Flurbereinigung und Kunstrasenplatz

Trotz alledem will Großheide aber auch nicht auf neue Projekte verzichten. „Es wäre fatal, wenn wir künftig nur noch alte Sachen abarbeiten würden“, sagte Fischer. Auf der Liste stehen neben Straßensanierungen – als größter Posten – unter anderem eine Flurbereinigung, die mögliche Anlage eines Kunstrasenplatzes, die Entwicklung der Kitas und Grundschule oder die Turnhalle, wo Heizung und Lüftung kaputt sind. Ohne personelle Verstärkung werde das aber nur schwerlich umsetzbar sein, so der Bürgermeister. „Wir sind mit der Politik im Gespräch, es gibt aber noch kein Ja oder Nein.“

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