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NWZonline.de Region Ostfriesland

Müllproblem in Hage eskaliert: Ärger am Kiessee wird zum Politikum

03.07.2021

Hage Die Beschwerden, die sich in den letzten Wochen über Lärm und Müll am Kiessee im Ortsteil Berumbur häuften, werden jetzt für politische Angriffe mit Blick auf die Bürgermeisterwahl genutzt. So jedenfalls empfindet es Kandidat Sven Behrens (CDU), der im Handeln von Samtbürgermeister Johannes Trännapp (SPD) auf der letzten Ratssitzung der Gemeinde eine Eingriffnahme zugunsten anderer Kandidaten sieht. Dieser wiederum hatte Behrens „despektierliche Äußerungen“ gegenüber Angestellten der Gemeinde vorgeworfen.

Verstärkte Kontrollen am See

Dass es um Ordnung und Sauberkeit am Kiessee nicht immer zum Besten bestellt ist, ist aus Sicht der Beteiligten unstrittig. Karin Wonneberg von der Kurverwaltung hatte Ende Mai angekündigt, dass das Gelände aufgrund von Anwohnerbeschwerden verstärkt kontrolliert werden solle. Damit würde jedoch kein Versäumnis der Gemeinde eingeräumt, sondern vielmehr sei die Erziehung der Verursacher – vorwiegend Jugendliche – infrage zu stellen, wie Wonneberg erklärte.

Johannes Trännapp bekräftigte auf Rückfrage unserer Redaktion, dass Hage die Problematik angemessen angehe. Die vorhandene Kurparkordnung für das Gelände des Sees „regelt, was in dem Park erlaubt ist und was nicht.“ Die Einhaltung der Ordnung werde „bedarfsgerecht“ überwacht, bis zum 31. August sollen demnach Sicherheitskräfte verstärkt in den Abendstunden Kontrollen durchführen.

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Eklat auf Ratssitzung

Am Dienstag dann verwahrte der Bürgermeister sich und die Angestellten der Samtgemeinde gegenüber Sven Behrens gegen „unfair über die Presse lancierte verbale Attacken“. Dieser habe sich im Nachgang einer vorherigen Sitzung „despektierlich öffentlich über einen Mitarbeiter und Mitkonkurrenten geäußert“. Er betonte die Wichtigkeit eines fairen Miteinanders und auch, dass Mitarbeiter der Samtgemeinde auf ihre Neutralitätspflicht hingewiesen worden seien. Dieser sei in Ausübung des Dienstes auch in der Wahlkampfzeit nachzukommen. Aber: „Eine Einschränkung der Persönlichkeitsrechte bei Ausübung parteipolitischer Arbeit außerhalb des Dienstes ist damit nicht verbunden“, formulierte Trännapp in einer Stellungnahme.

Sven Behrens sieht darin einen ungerechtfertigten Angriff auf seine Person. „Ich kann seine Vorwürfe gegen mich nicht nachvollziehen, denn ich habe die Mitarbeiter des Rathauses nicht persönlich angegriffen – das weise ich entschieden zurück!“, sagte er gegenüber unserer Redaktion. Er habe die Problematik am Kiessee aufgrund zahlreicher Bürgerbeschwerden an ihn öffentlich gemacht und sei von der Reaktion der Verwaltung enttäuscht gewesen – mehr jedoch nicht. „Was dieser ganze Vorgang allerdings mit persönlichen Angriffen auf Mitarbeiter der Verwaltung zu tun haben soll, entzieht sich meiner Kenntnis“, so Behrens. Seine Beiträge seien lösungsorientiert und sachlich gewesen.

Fehlende Neutralität?

Dem Bürgermeister warf Behrens in diesem Zusammenhang auch fehlende Neutralität vor: „Ich halte es für unangemessen, dass der amtierende Samtgemeinde-Bürgermeister [...] bei einer Samtgemeinderatssitzung öffentlich Partei für zwei der drei Bürgermeisterkandidaten, nämlich für Axel Hedemann und Erwin Sell, ergreift, das habe ich so noch nicht erlebt.“ Wenn das offene Ansprechen von Problemen Wahlkampf sei, dann habe der Bürgermeister aber Recht, denn so würden er und andere das Konzept verstehen, betonte Behrens. Johannes Trännapp sagte auf Anfrage, dass eine weitere Kommentierung der Angelegenheit seinerseits wohl „nicht erfolgen“ würde.

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
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