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NWZonline.de Region Ostfriesland

Besuch beim Imkerverein Norden: „Gärten müssen zu riesigen Insektenhotels werden“

02.08.2021

Hage Wie genau kommt der Honig vom örtlichen Imker ins Glas, das jeden Morgen bei Hages Bürgermeisterkandidat Axel Hedemann auf dem Frühstückstisch steht? Die Antwort darauf sucht er am Freitag beim Vorsitzenden des Imkervereins Norden, Thorsten de Buhr. Dem 54-jährigen Hager ging es bei dem Treffen nicht nur um die Honigproduktion, sondern auch den Naturschutz – für Hedemann das Zukunftsthema überhaupt.

Weniger Bienen und weniger Honig

Aus Sicht von Vereinschef Thorsten de Buhr liegt dort aktuell leider einiges im Argen. So blickt er etwa mit Sorge auf den Zustand der Lebensräume von Insekten: „Wir als Imker bekommen ja umgehend Rückmeldung, wenn das Gleichgewicht aus den Fugen gerät“, wies de Buhr auf den Rückgang der Bienenvölker weltweit hin. „Heute zählen wir in Deutschland etwa 800.000 Völker, vor 100 Jahren waren es 2,6 Millionen“. So liegt nach seinen Angaben die Honigausbeute in der Region bei etwa 19 Kilogramm pro Volk und Jahr – in Süddeutschland mit einer kleinteiligeren Landwirtschaft seien es dagegen 30 Kilogramm. „Bei uns gibt es für die Bienen größtenteils nur den Raps als Hauptnahrungsquelle“, so de Buhr. Gerade in Ostfriesland sei das sogenannte Trachtangebot über den Raps hinaus sehr gering. Und wenn dann das Wetter nicht mitspielt, geht die Honigernte komplett in den Keller. „Derzeit macht es wirklich keine Freude“, zog der Imkerchef ein erstes Fazit der Saison.

Artenvielfalt durch „Grüne Inseln“

Nicht nur im Außenbereich wird das Nahrungsangebot für die Bienen knapper: „Wir müssen mehr Augenmerk auf die Gärten legen“, appellierte de Buhr nicht nur an den Bürgermeisterkandidaten Hedemann, sondern auch an die übrigen zwei Bewerber Erwin Sell und Sven Behrens, sich im Fall eines Wahlerfolgs für mehr Artenvielfalt in den Kommunen einzusetzen. Ein gutes Instrument dafür seien „Grünen Inseln“, um das zu verbessern und gleichzeitig die Lebensqualität zu verbessern. Er bot dem Rat und der Verwaltung die Unterstützung des Imkersvereins bei umweltrelevanten Themen an. „Die Gärten müssen zu einem riesigen Insektenhotel werden“, ergänzte Imker Siebo Büscher.  

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Lob und Kritik für die Samtgemeinde Hage

„Die Gemeinde muss natürlich mit einem guten Beispiel vorangehen“, lobte de Buhr beispielhaft die Gestaltung der Verkehrskreisel in der Samtgemeinde Hage. Dagegen kritisierte er den Kita-Neubau „Hager Filappers“ in der Bahnhofstraße. „Für die Natur ist dort wenig übrig geblieben. Das ist aus Sicht der Umwelt eine glatte Fehlplanung “, erinnerte er an die ehemals artenreiche Grünfläche. Die Kommunen, egal ob Gemeinde, Samtgemeinde oder Landkreis, müssen in Sachen Umwelt Vorbild sein. Da kann es nicht immer nur um Effizienz gehen“, sagte de Buhr auch mit Blick auf eingesetzt Schlegelmäher, die in Böschungen auch die Saat von Pflanzen zerstören.

Vielen geht es noch nicht weit genug

Bürgermeisterkandidat Axel Hedemann zog nach dem rund dreistündigen Gespräch ein positives Fazit. „Es war richtig und wichtig, das Gespräch mit den Imkerinnen und Imkern zu suchen“, zeigte er sich über die Komplexität des Themas Imkerei erstaunt. „Es passiert ja schon viel, aber vielen geht es zu langsam oder nicht weit genug“, merkte Hedemann an, dass auch bei ihm in den letzten Jahren ein Umdenken in Sachen Nachhaltigkeit stattgefunden habe.

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