Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Grippeschutzimpfung „Jeder Geimpfte ist eine Entlastung“

Harlingerland - Wer eine Grippeschutzimpfung möchte, bekommt sie auch. So handhabt es Dr. Wolfram Nagel, Vorsitzender der Kreisärzteschaft Wittmund, in seiner Praxis in Esens. Vor Corona ließen sich dort im Jahr 450 bis 500 Patienten gegen Grippe impfen – im vergangenen Jahr waren es 900. Dr. Nagel beantwortet die wichtigsten Frage zum Thema.

Warum sollte man sich impfen lassen?

Für Dr. Wolfram Nagel gibt es drei Gründe. Der erste: Es geht darum, das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, zu senken. Der zweite: Die Krankenhäuser sollen nicht durch Grippe-Patienten zusätzlich belastet werden. „Jeder Geimpfte ist eine Entlastung“, betont Wolfram Nagel. Drittens gibt es laut dem Mediziner Hinweise darauf, dass Geimpfte auch besser durch eine Corona-Erkrankung kommen.

Wer sollte sich gegen das Grippevirus impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung vor allem über 60-Jährigen, chronisch Kranken sowie allen, die viel mit Menschen zu tun haben. „Schon im vergangenen Jahr wurde gesagt, dass wir breit impfen“, erklärt Dr. Nagel.

Wann sollte man sich impfen lassen?

Am besten jetzt, wie Nagel sagt. Geimpft werde bis in den Februar hinein. Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Die Zusammensetzung des Vierfach-Impfstoffs ändert sich in den Monaten aber nicht mehr. Bereits im Sommer werde festgelegt, welche vier Virenstämme in der Impfung berücksichtigt würden. „Wenn der Impfstoff gut ist, deckt er alle Virenstämme, die unterwegs sind, auch ab“, so Wolfram Nagel. Die Wirksamkeit schwankt von Jahr zu Jahr. Im Schnitt liege sie bei 65 Prozent.

Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?

Die Impfung wird sehr gut vertragen“, sagt Dr. Wolfram Nagel. An der Einstichstelle könne es zu leichten Schmerzen oder einer leichten Rötung kommen. Einige Geimpfte fühlten sich einige Stunden oder einen Tag lang etwas schlapp. Manche hätten auch leicht erhöhte Temperatur.

Gibt es überhaupt genügend Impfstoff?

Wir haben großzügig bestellt“, berichtet Nagel. Die Praxis sei entsprechend versorgt. Das Gleiche gilt für die Apotheken. Am Anfang einer Grippesaison sei der Impfstoff immer erst knapp, weil er nach und nach geliefert wird, es aber einen gewissen Run darauf gibt. Das erklärt Andreas Hoche, Inhaber der Löwen-Apotheke in Leerhafe. Inzwischen könne aber sowohl der „normale“ als auch der hochdosierte Impfstoff für über 65-Jährige bestellt werden. „Bis die Grippewelle an Fahrt aufnimmt, können alle geimpft sein, die das wünschen“, sagt Hoche.

Anke Laumann
Anke Laumann Regionalleitung Ostfriesland / Anzeiger für Harlingerland / Jeverland-Bote
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Ein Mann zündet sich einen Joint an. In der Umgebung von Schulen und Spielplätzen ist das Kiffen in Niedersachsen weiterhin verboten. Doch wer kontrolliert die Einhaltung?

TEIL-LEGALISIERUNG IN NIEDERSACHSEN Städte und Gemeinden fordern Klarheit und Unterstützung bei Cannabis-Kontrollen

Christina Sticht (dpa)
Hameln
Nach zwei Kellerbränden sucht die Polizei Wilhelmshaven nun Zeugen.

KELLERBRÄNDE IN WILHELMSHAVEN Treibt schon wieder ein Brandstifter sein Unwesen?

Stephan Giesers
Wilhelmshaven