Harlingerland - Die Tafeln in Wittmund, Esens, Friedeburg/Wiesmoor sowie die tafelähnliche Einrichtung mit „Leib und Seele“ Dornum-Neuschoo stellen mit sofortiger Wirkung ihre Arbeit ein. Das hat vor allem zwei Gründe: Einerseits ist durch die Corona-Krise die Menge der bereitgestellten Lebensmittel derart zusammengeschrumpft, dass eine Ausgabe keinen Sinn mehr macht. Andererseits sind viele der Kunden, aber insbesondere der ehrenamtlichen Mitarbeitenden älter als 65 Jahre und gehören somit zur Hochrisikogruppe.

Bis auf wenige Tafeln haben alle entsprechenden Einrichtungen zwischen Dollart und Jadebusen ihre Arbeit eingestellt und folgen damit einem landesweiten Trend.

Für die Tafeln auch mit mehr oder minder heftigen Konsequenzen, denn ihre Ausgaben wie Mieten, Fahrzeugunterhaltungen, Kühlgeräte und ähnliches laufen weiter, während die Einnahmen fehlen. Denn auch wenn die sogenannten Bedarfsgemeinschaften nur wenig Geld für ihre Einkäufe zahlen, so leben die Einrichtungen von ihren Kunden. Alternativen zur Schließung gibt es nach Einschätzung von Gerhard Rosenboom (Leib und Seele) keine, doch hat er seinen Kunden am letzten Einkaufstag eine Visitenkarte in die Hand gedrückt: „Für den Notfall!“