Harlingerland - Direkt am Schooer Wald in Moorweg liegt das Wasserwerk Harlingerland des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV). Eine große Anlage mit wichtiger Funktion: Das Werk versorgt den Landkreis Wittmund, den Landkreis Friesland, Teile des Landkreises Aurich und Wilhelmshaven mit Trinkwasser.

Der OOWV hat für knapp eine Million Euro eine zusätzliche und abschließende Filterstufe einbauen lassen. Die neue Siebtrommelanlage befindet sich im Zulauf der Trinkwasserbehälter – von dort aus geht das kostbare Nass in das Leitungsnetz.

„Investitionen in die kommunale Daseinsvorsorge sind sehr wichtig. Die gesetzlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung sind unser Maßstab. Unser Trinkwasser hat eine hohe Qualität, die wir erhalten und fördern möchten“, so Christoph Kraft, OOWV-Regionalleiter für die Kreise Friesland und Wittmund.

Im Wasserwerk kann jetzt noch leichter für die einwandfreie Qualität des Trinkwassers gesorgt werden: „Ich kann mich zu 100 Prozent auf mein Team verlassen – äußerst diszipliniert und akkurat. Sie waren bei der Umsetzung der Maßnahme meine Augen und Ohren vor Ort.“

Die neue Siebtrommel ist mit einem Edelstahlsieb mit einer Maschenweite von 30 Mikrometern ausgestattet. „Mit dem bloßen Auge sind die Maschen nicht zu erkennen. Durch den Einsatz dieser Installation können noch besser gesundheitlich unbedenkliche Partikel, sogenannte Trübungsteilchen, zurückgehalten werden, da diese sonst im Leitungsnetz zu aufwändigen Reinigungsarbeiten führen würden“, erklärt OOWV-Projektingenieur Stefan Wallschlag die Besonderheit des neuen Filters. Trübungsteilchen können sich bei Druckstößen aus der vorherigen Filterstufe lösen. Die Teilchen liegen im Größenbereich von 30 bis 1000 Mikrometern.

Wasserwerksleiter Johann Bents erläutert die Aufbereitungsschritte, die das geförderte Wasser über sich ergehen lassen muss, bis es sich Trinkwasser nennen darf: „Unser Werk wurde 1970 in Betrieb genommen. Seitdem wird hier zuverlässig Grundwasser zu Trinkwasser aufbereitet. Unsere 15 Förderbrunnen können jeweils bis zu 180 Kubikmeter Rohwasser pro Stunde fördern. Anschließend wird das Wasser im Werk belüftet, dann werden in zwei Filterstufen Eisen- und Manganverbindungen entfernt, in der nun dritten Filterstufe von kleinsten Partikeln befreit und schließlich in die Trinkwasserbehälter für die weitere Verteilung im Trinkwassernetz geleitet.“

Das Wasserwerk Harlingerland ist das größte Werk im nördlichen Verbandsgebiet des OOWV. Mit der Installation der Siebtrommelanlage ist aber noch nicht Schluss. In naher Zukunft soll auch die Filterhalle neu errichtet werden. „Wir müssen schließlich immer auf einem hohen technischem Stand bleiben“, sagt der Werksleiter.

Das Wasserwerk Harlingerland ist eines von 15 Werken im Verbandsgebiet. Der OOWV versorgt über eine Million Kunden mit Trinkwasser. Ein Anlagenleiter, ein Anlagenkoordinator und drei Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik arbeiten auf der Anlage am Spajeweg.