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NWZonline.de Region Ostfriesland

Kanalsanierung in Ochtelbur: Anwohner fürchten hohe Folgekosten

29.09.2021

Ihlow Die Stimmung in Ochtelbur ist „sehr gedrückt“. Ortsbürgermeister Matthias Trauernicht führt zur Zeit viele Gespräche. Der Grund: Die Sanierung des Abwasserrohrs unter der Friesenstraße. Die Arbeiten an dem 50 Jahre alten Bauwerk schon ein paar Wochen und die Straße ist seitdem voll gesperrt. Doch seit kurzem machen Gerüchte den Anwohnern zusätzlich zu den verkehrsbedingten Einschränkungen zu schaffen. Es ist die Rede von 6000 Euro, die jeder Anwohner zahlen müsse, um an das neue Abwasserrohr angeschlossen zu werden. „Das ist nicht mehr als ein Gerücht“, sagte einer der Pressesprecher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV), Matthias Wittschieben, auf NWZ-Anfrage. Er könne sich nicht zweifelsfrei erklären, woher die Summe stammt. Aber er vermutet, dass ein Anwohner entweder eine falsche Auskunft bekommen oder etwas falsch verstanden haben könnte. Richtig ist laut Wittschieben, dass partiell neue Rohrleitungen zu Wohnhäusern gelegt wurden. Allerdings nur zu Mehrfamilienhäusern, die bislang nur mit einem Rohr am zentralen Abwasserkanal angeschlossen sind. Das ist eigentlich nicht rechtmäßig, wie Wittschieben erläuterte. Denn laut Gesetz muss jede einzelne Wohnung ein eigenes Zuleitungsrohr zum Hauptrohr haben. Das ist beispielsweise im Fall einer Rohrverstopfung von Bedeutung. Sind alle an ein gemeinsames Rohr angeschlossen kann der Verursacher nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Ob die Hauseigentümer die gelegten Rohre in Betrieb nehmen, bleibt ihnen am Ende aber selbst überlassen. Im Fall der Fälle würde das womöglich Kosten von bis zu 1000 Euro verursachen - aber nicht mehr, wie Wittschieben sagte.

900 Meter langes Rohr in zwei Metern Tiefe

Im Hinblick auf den Baufortschritt für den Kanal gibt es aber gute Nachrichten. Laut OOWV-Sprecher Heiko Poppen läuft alles nach Plan: Ein neues Abwasserrohr wird in zwei Metern Tiefe auf einem rund 900 Meter langen Abschnitt von der Einmündung Loogstraße bis Höhe Gänseweg eingebaut. Das neue Rohr ersetzt eine rund 50 Jahre alte Schmutzwasserleitung, die in diesem Bereich marode ist. Der OOWV geht davon aus, dass die Arbeiten bis zum 23. Dezember andauern.

Mit dem Austausch des Abwasserkanals wird die Entsorgungssicherheit erhöht und zugleich „modernisiert der OOWV einen wichtigen Teil der Infrastruktur im Ort“, so Poppen. Bis zur endgültigen Erneuerung der Abwasserleitung sind allerdings Schäden, wie sie beispielsweise zu Weihnachten 2020 auftraten, nicht auszuschließen. Damals brach der Kanal stellenweise ein und ein tiefes Loch klaffte in der Straßendecke. Sollte das wieder der Fall sein, ist der OOWV rund um die Uhr unter der Rufnummer 04401-6006 erreichbar. Grundsätzlich aber sei die Entsorgungssicherheit in dem Bereich der Friesenstraße auch derzeit gegeben.

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Schranken halten die Nebenstraßen frei

Aber nicht nur im Hinblick auf Versackungen gab es Probleme, sondern auch durch die Baustelle selbst. Zahlreiche Anwohner beschwerten sich über teils kilometerlange Umwege, die sie in Kauf nehmen müssen. Zeitweise herrschte auch reger Verkehr in den Meeden und Nebenstraßen. Dies wurde allerdings durch die Installation von Schranken gelöst, die mittels eines Passwortes bedienbar sind. Ursprünglich sollten nur die Anwohner die Passwörter erhalten, mittlerweile ist der Personenkreis aber weitaus größer und der Verkehr in den Nebenstraßen hat stark zugenommen. Auch das verärgert den einen oder anderen Anwohner, wie die NWZ vor Ort erfuhr. Namentlich erwähnt werden wollten sie aber nicht: „Ich hoffe, dass das bald endlich ein Ende hat“, hieß es.

Aike Sebastian Ruhr Redakteur / Redaktion Aurich
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