Ihlow - Die umstrittene Umwandlung des Fehntjer Tief in ein Naturschutzgebiet wird heute Abend Thema im Ihlower Ausschuss für Bau, Feuerwehr und Umwelt.

Die Gemeinde Ihlow hatte sich mit den benachbarten Gemeinden Moormerland und Großefehn sowie auch mit Landwirten abgestimmt und einige Änderungswünsche erarbeitet. Einige davon fanden bei den Landkreisen Aurich und Leer bereits Berücksichtigung, andere wiederum nicht. Nun soll es eine neue Stellungnahme geben. Über eine entsprechende Vorlage entscheidet der Ihlower Ausschuss ab 19 Uhr

Die Stellungnahme sieht unter anderem vor, dass Vogelschutzgebiete ohne nationale Ausweisung wie etwa das „Krumme Tief“ nur Landschaftsschutzgebiete (LSG) werden sollen. Damit würde es für die Landwirte weniger Einschränkungen geben als bei einem Naturschutzgebiet.

Ein weiterer Punkt betrifft die Düngeregelung. Statt der Einschränkung auf 80 kg/N/ha soll gemäß der Düngeverordnung und der örtlichen Bodenanalysen gedüngt werden können.

Nicht zufrieden mit der Vorlage der Stellungnahme ist Insa Buss, Fraktionsvorsitzende der Grünen. „Der Schutzstatus wird weiter reduziert“ kritisiert sie. Der aktuelle Entwurf für die neue Verordnung sei ihr zu lasch. „Die Bauen machen jetzt Alarm aber die Natur bleibt leise“, meinte sie. Dabei könne sie die Lage der Landwirte durchaus nachvollziehen. Die Landwirtschaft sei zum Beispiel durch Niedrigpreise für Lebensmittel gebeutelt. „Da kann die Natur aber nichts für“, mahnte sie. Im Gegenzug würden die Landwirte nach Buss ausreichend Ausgleichszahlungen und Förderungen erhalten.

Onno Köllmann, Fraktionsvorsitzender der SPD, kündigte die Zustimmung der Sozialdemokraten an. Er wies darauf hin, dass die Thematik Landessache wird, sollten sich Ostfriesland nicht einig werden. Köllmann hat zudem Verständnis für beide Seiten: „Die Nitratbelastung ist da, aber die Landwirte müssen auch von etwas leben.“

Offen sind noch die Ansichten der UWG und der CDU. Die Konservativen wollten sich nicht äußern, die UWG war noch zu keiner Entscheidung gekommen.