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NWZonline.de Region Ostfriesland

Aufregung im Landkreis Aurich: „Hakenkreuz“ leuchtet an Mühle Berta in Ihlow auf

26.11.2021 - aktualisiert vor 28 Minuten

Ihlow Ein Hakenkreuz hat kürzlich den Ihlower Nachthimmel erleuchtet. Das Symbol erstrahlte durch Lichterketten an der Mühle Berta in Ihlowerfehn. Ein Foto von der Illumination kursiert weiterhin durch die sozialen Medien und sorgte für mächtig Aufregung.

Die Verantwortlichen, die Interessengemeinschaft Mühlenfreunde Ihlow, weisen aber jegliche Absicht von sich: „Es handelte sich um einen technischen Defekt“, erläutert Klaus Möhlmann. Eigentlich sollten die gesamten Mühlenflügel beleuchtet werden, aber eine der Lichterketten habe nicht wie erwartet funktioniert. Dadurch sei das Bildzeichen im inneren Bereich der Flügel entstanden. Möhlmann bedauert den Vorfall sehr, weist aber zugleich jeden Bezug zur rechten Szene weit von sich: „Das war wirklich einfach Pech, ein Unglücksfall“, so Möhlmann.

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Dem Verein selbst gar nicht aufgefallen

Aufgefallen sei ihnen das Piktogramm auch gar nicht selbst, sondern sie hätten erst durch einen Anruf davon erfahren, so die Mühlenfreunde. Zuvor hatte sich das Bild in den sozialen Netzwerken und WhatsApp-Gruppen schon weit verbreitet. Und darüber ärgert sich Möhlmann besonders: „Man hätte uns ja einfach eben direkt anrufen können“, sagte er. Als er und seine Kollegen davon erfuhren, seien sie sofort zur Mühle gefahren und hätten die Beleuchtung abgeschaltet.

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Dabei hatten sie bei der ersten Inbetriebnahme zwar gesehen, dass ein Teil der Beleuchtung defekt ist, aber das Hakenkreuz-Symbol nicht erkannt: „Wenn man da direkt vor steht, kann man das gar nicht sehen“, so Möhlmann. Erst aus weiter Entfernung, aus Hüllenerfehn, sei das Symbol erkennbar gewesen.

Das Hakenkreuz-Symbol

Das Hakenkreuz ist bereits aus der asiatischen und europäischen Frühgeschichte bekannt. Es symbolisiert ein laufendes Sonnenrad und gilt noch heute in vielen asiatischen Ländern als Zeichen des Heils und der Wende zum Glück.

Unter Adolf Hitler wurde das Symbol allerdings zum Zeichen der nationalsozialistischen Partei NSDAP, ehe es 1933 zum Zeichen des Nationalsozialismus wurde und 1935 zum Symbol des „Dritten Reiches“.

Es ist bei Strafe verboten ein Hakenkreuz in irgendeiner Weise darzustellen. Denn es steht unter anderem für Bücherverbrennung, Menschenverbrennung, Zerstörung bürgerlicher Rechte und Freiheiten, Krieg und Vernichtung.

Strafrechtlich wohl keine Konsequenzen

Nun hofft Möhlmann allerdings, dass der Vorfall keine rechtlichen Konsequenzen hat, denn das Zeigen des Hakenkreuz-Symbols ist bei Strafe verboten. Auf Nachfrage bei der Polizei Aurich-Wittmund gab es diesbezüglich auch Entwarnung. Der Umstand sei zwar bekannt, aber es sei kein strafbares Verhalten erkennbar gewesen, weil wesentliche Tatbestandsmerkmale nicht erfüllt gewesen seien.

Konkret bedeutet das in diesem Fall, dass nicht von vorsätzlicher Handlung auszugehen ist und deshalb wird es strafrechtlich keine Konsequenzen haben.

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Aike Sebastian Ruhr Redakteur / Redaktion Aurich
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