Emden - Noch steht das Impfzentrum in der Nordseehalle leer. Nur Klinikmitarbeiter wurden an einem Sonnabend Anfang Januar geimpft. Wann es wieder losgeht, hängt vor allem von Impfstofflieferungen ab. Die Emder haben darauf keinen Einfluss. Der Impfstoff wird direkt vom Land verteilt. Da der Verteilungsschlüssel des Landes nach der Einwohnerzahl bestimmt worden ist, soll Emden nur alle 35 Tage beliefert werden. Dieser Termin wäre am 15. Februar. Aber auch der ist ungewiss.
Zurzeit laufen die Zweitimpfungen. Insgesamt werden in dieser Woche 1170 Emder komplett geimpft sein. Nach gut einer Woche, so Experten, soll der Impfstoff wirken. Trotzdem wird weiter geraten, auf Abstand und Hygiene zu achten. Noch ist nicht klar, ob Geimpfte das Virus weitergeben können, sagte die Emder Impfärztin Cathrin Leuffert.
Steht fest, wann und wie viel Impfstoff Emden im Februar bekommt?
Laut Aussage des Landes wird sich eine Impfstofflieferung weiterhin verzögern. Es kann derzeit keine feste Zusage gegeben werden, teilte die Stadt Emden mit.
Das Emder Impfzentrum in der Nordseehalle ist seit Januar betriebsbereit. Sobald die Stadt eine feste Zusage für einen Liefertermin hat und weiß, wie viel Impfstoff nach Emden kommt, werden Termine für das Impfzentrum freigegeben. Erst dann kann die Stadt mit ihrer Planung für die nächsten Wochen fortfahren. „Das Impfzentrum steht zur Öffnung bereit. Es bedarf jedoch für die konkrete Planung der nächsten Wochen natürlich noch der Mitteilung eines genauen Liefertermins, inklusive der Menge und Art des Impfstoffs“, erläuterte Stadtsprecher Eduard Dinkela.
Wann werden die Zweitimpfungen abgeschlossen sein?
Am Mittwoch sind die letzten Bewohner und das Personal in Alten- und Pflegeheimen in der Stadt geimpft worden. Den Impfstoff hat das Land nach der ersten Impfung vor drei Wochen einbehalten. Dadurch konnte die erforderliche zweite Impfung reibungslos erfolgen. Seit Donnerstag wird ein Großteil der Beschäftigten der Emder Pflegedienste geimpft.
Wie viele Mitarbeiter sind in den Impfteams im Einsatz?
Jeden Tag sind zwei Impfärzte, drei impfbefähigte Teammitglieder und vier Verwaltungshelfer in den mobilen Emder Impfteams beschäftigt. Diese arbeiten jedoch nicht alle jeden Tag, sondern wechseln sich ab. Darüber hinaus sind verschiedene Beschäftigte im Hintergrund. Sie arbeiten zum Beispiel bei der Verwaltung und in der Technik.
Bisher bekamen über 80-Jährige keinen Termin. Wann ändert sich das?
Sobald die nächste Lieferung angekündigt wird, werden Termine im Emder Impfzentrum für die über 80-Jährigen freigegeben. Die Terminvergabe erfolgt weiterhin über das Land Niedersachsen. Termine werden über die Hotline
Sobald die nächste Lieferung kommt, soll auch weiteres Klinikpersonal geimpft werden. Einen Großteil der Impfstoffdosen wird für die über 80-Jährigen im Impfzentrum freigegeben. Ein Teil wird dem Klinikum und anderen zur Verfügung gestellt. Das sind weitere Pflegedienste, Arztpraxen mit Hochrisikopatienten oder hohem Infektionsrisiko, Heimärzte und Rettungsdienstbeschäftigte.
Wie kommt der Impfstoff nach Emden?
Er wird direkt nach Emden im Auftrag eines Dienstleisters des Landes Niedersachsen entsprechend eisgekühlt und in Boxen geliefert. Hier in Emden wird der Impfstoff von Biontech dann weiter tiefgekühlt gelagert und in einem extra gesicherten und abgeschlossenen Raum in der Nordseehalle aufbewahrt. Dabei wird auf absolute Sicherheit geachtet, damit kein Impfstoff entwendet werden kann.
Wann wird der AstraZeneca-Impfstoff nach Emden geliefert?
Das weiß die Stadt noch nicht. Der Vorteil dieses Impfstoffes ist, dass er nicht so stark gekühlt werden muss, es reicht zur Aufbewahrung ein Kühlschrank. Aber AstraZeneca wird wegen der Lieferschwierigkeiten noch nicht großflächig verteilt. Auch der Moderna-Impfstoff wird eher an die größeren Zentren geliefert. In Emden wurde bisher nur Biontech verimpft. Kühl- und Lagermöglichkeiten sind jedoch für alle drei Impfstoffarten vorhanden.
