Hage - Der 53-jährige Bauamtsleiter A xel Hedemann bewirbt sich in diesem Jahr auf das Amt des Bürgermeisters für die Samtgemeinde Hage. In einer Stellungnahme sagt der parteilose Hedemann, dass er sich nach neun Jahren als Leiter des Bauamts sowie zwei Jahren als Kämmerer dafür gut gerüstet sieht. „Das Amt des Samtgemeindebürgermeisters ist meines Erachtens kein parteipolitisches Amt“, führt Hedemann aus.
Er habe die Verwaltungsarbeit in 35 Berufsjahren „von der Pike auf“ gelernt und sehe sich als Verwaltungsfachmann. „Daher bin ich davon überzeugt, dass ich das Amt des Samtgemeindebürgermeisters sehr gut ausfüllen werde“, so der 53-Jährige. Für seine Kandidatur hat er bereits eine Liste von Themen im Gepäck, die er künftig anpacken will. Hedemann: „Hage hat sicher noch viel Potenzial.“
Günstiger Wohnraum
„Wohnraum ist ein Grundbedürfnis aller Menschen“, sagt Hedemann. Seiner Auffassung nach sollten Kommunen im Rahmen der Daseinsvorsorge Wohnraum für Menschen mit niedrigem Einkommen bereitstellen – aber nicht nur über den eingeschränkten sozialen Wohnungsbau. Dank aktuell günstiger Zinskonditionen und Fördermöglichkeiten gebe es Möglichkeiten, in Hage günstigen Wohnraum für Rentner oder Erwerbslose zu schaffen.
Neue Baugebiete
Hedemann sieht Baugebiete „von überschaubarer Größe“ als wichtig an. Dabei müsse die Inanspruchnahme von Fläche aber stets im Auge behalten werden, genau wie die Nutzung regenerativer Energien und Regenwasser. „Je nach Umfang der aktuellen Nachfrage sollten die Vergabekriterien bedarfsgerecht festgelegt werden“, so der Kandidat.
Schulen und Kitas
„Die Standorte der Grundschulen, der KGS und der Kindertagesstätten müssen unangetastet bleiben“, stellt Hedemann fest. Diese müssten angemessen ausgestattet und auch instand gehalten werden – auch wenn die Mittel dafür nur begrenzt sind, wie er zugibt.
Straßenunterhalt
In die wichtige Instandhaltung von Gemeindestraßen müssen auch Rad- und Gehwege mit einbezogen werden, ist der Bürgermeisterkandidat überzeugt. „Gerade für ältere oder gehbehinderte Personen ist es von immenser Wichtigkeit, dass diese keine Stolperfallen aufweisen, sondern gefahrlos genutzt werden können“, so Hedemann. Je nach Höhe der zur Verfügung stehenden Mittel müssten solche Arbeiten schrittweise erfolgen.
Tourismus
Die örtliche Tourismusbranche sieht der 53-Jährige als einen „enormem Wirtschaftsfaktor“ für die Samtgemeinde Hage. „Attraktive Angebote sollten möglichst nach den Wünschen der Gäste angeboten werden“, sagt Hedemann und denkt dabei besonders an Radfahrer: „Ein naturnaher Tourismus, insbesondere der Fahrradtourismus, spielt gerade in unserem Luftkurort eine gewichtige Rolle.“
Geschäftswelt
Ein weiterer großer Wirtschaftszweig in Hage seien die Geschäfte, Handwerksbetriebe und örtlichen Unternehmen. Diese gelte es bei der künftigen Entwicklung der Gemeinde mit ins Boot zu holen. Hedemann: „Wir müssen darauf achten, dass Arbeitsplätze innerhalb der Samtgemeinde erhalten bleiben, damit junge Familien nicht abwandern und die Mitgliedsgemeinden nicht nur ,Schlaforte’ für auswärtig Beschäftige werden.“
Digitalisierung
Den flächendeckenden Ausbau mit Breitbandinternet hält der Bürgermeisterkandidat für unerlässlich. Auch das Online-Angebot der Samtgemeinde müsse erweitert werden, „damit die Bürgerinnen und Bürger jederzeit und von überall die Möglichkeit haben, ihre Angelegenheit online mit der Samtgemeindeverwaltung zu erledigen.“
Ärztliche Versorgung
Die medizinische Versorgung in Hage bezeichnet Hedemann als „annähernd ausreichend, jedoch noch nicht als ausgezeichnet“. Die Samtgemeinde habe nur begrenz Einfluss auf Vergabe von Ärztestellen, trotzdem gelte es, hier alles zu tun, was möglich ist.
