Krummhörn - Die Diskussion um eine mögliche Lärmschutzsatzung für die Touristenhochburg Greetsiel ist am Mittwochabend im zuständigen Krummhörner Ausschuss wieder zurück in die Fraktionen zur weiteren Beratung gegeben worden. Vorerst darf also, unter Berücksichtigung der ohnehin gültigen bundesweiten Beschränkungen, munter weiter während des Sommers gerammt werden.
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Der entsprechende Antrag der Freien Bürgerliste Krummhörn (fbl) zielte darauf ab, den Tourismus im Fischerdorf und der Umgebung „qualitativ hochwertiger“ zu machen, wie es Antragssteller Heiko Ringena (fbl) nannte. „Es gibt immer wieder Beschwerden über eine Lärmbelästigung in den Sommermonaten und zur Mittagsruhe“, argumentierte Ringena. So werde auch in der Hauptsaison der Häuserbau vorangetrieben und Dienstleister würden auch zur Mittagszeit die Gärten der Ferienhäuser in Schuss halten, trug der fbl-Ratsherr vor.
Vorherige Satzung vom Gericht kassiert
Bürgermeister Frank Baumann (SPD) mahnte an, dass es bereits von 1985 bis 1995 eine Lärmschutzsatzung gab und diese nach einer Klage eines Bauunternehmers vor Gericht von der Gemeinde wieder kassiert wurde. „Wir als Verwaltung sehen keine Veranlassung für eine solche Verordnung, es gibt schon genügend klare Vorgaben. Das Ganze würde Nachbarschaftsstreitigkeiten nur befeuern.“
Von mehreren Ausschussmitgliedern wurde die Umsetzbarkeit der Verordnung hinterfragt. So müsste die Verwaltung Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Greetsiel stationieren, die die Einhaltung kontrollieren müssten.
SPD-Ratsherr warnt vor Lärmschutzsatzung
SPD-Ratsherr Theodor Cirksena warnte vor einer Lärmschutzsatzung. „Dann haben auch die Anwohner in Pewsum, Eilsum und Groothusen Anrecht auf eine solche Verordnung, schließlich rauscht der Greetsiel-Verkehr an ihren Häusern vorbei. Da werden auch keine Zeiten eingehalten.“
