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Eine halbe Stelle sei nicht ausreichend SPD will vollen Klimaschutzmanager

Die Aufgaben eines Klimaschutzmanagers seien zu vielfältig für eine halbe Stelle, glaubt SPD-Fraktionschef Alfred Jacobsen.

Die Aufgaben eines Klimaschutzmanagers seien zu vielfältig für eine halbe Stelle, glaubt SPD-Fraktionschef Alfred Jacobsen.

Krummhörn - Beim Klimaschutz gehen keine halben Sachen, findet Krummhörns SPD-Fraktionschef Alfred Jacobsen und kündigte daher gegenüber dieser Zeitung deutlich an, ausschließlich einer vollen Stelle für einen Klimaschutzmanager zustimmen zu wollen. Zuletzt hatten die Krummhörner Grünen beantragt, ein Klimaschutzkonzept auf den Weg bringen zu wollen, um anschließend eine entsprechende Stelle gefördert zu bekommen.

Dabei verdeutlichten die Grünen, dass es parteiintern zwar den Wunsch für eine volle Stelle gebe, im Zweifelsfall aber auch ein Kompromiss für eine halbe Stelle oder Ähnliches notwendig sein könne, um im Gemeinderat durchdringen zu können. Möglich seien etwa Kooperationen mit den benachbarten Gemeinden Hinte oder Brookmerland. Derartige Überlegungen sind bei Jacobsen durchgefallen. „Das ist doch Quatsch“, sagt der Greetsieler. „Bei diesem Thema muss man die Zeichen der Zeit erkennen.“ Die Aufgabenfülle für einen engagierten Klimaschutzmanager sei so enorm, dass hier mit einer halben Stelle nichts gewonnen sei.

Nachhaltigkeit durch ein Repair-Café

Jacobsen stellt sich vor, dass eine entsprechende Stelle nicht nur öffentliche Gebäude auf Einsparpotenziale überprüfen und private Hausbesitzer über Klimaschutzmöglichkeiten aufklären, sondern auch Vereinsinitiativen auf den Weg bringen könne. „Vielleicht könnte sich ein Repair-Café“ gründen, schwebt dem Sozialdemokraten vor, „in dem technisch oder handwerklich versierte Rentner Toaster oder Backöfen reparieren“. So tue die Krummhörn etwas für ihre Nachhaltigkeit.

Die Gemeinde könne es sich auch in anderer Hinsicht gar nicht leisten, beim Klimaschutz nicht die maximal möglich Variante zu wählen, ist der Greetsieler überzeugt. Denn touristisch werde die Krummhörn in den nächsten Jahren abgehängt werden, „weil immer mehr Feriengäste ihr Urlaubsziel auch nach Klimaschutzgesichtspunkten auswählen werden“. Die Gemeinde schneide sich also ins eigene Fleisch, wenn sie nun am falschen Ende spare. „Wenn wir da nicht aufpassen, kann das gravierende Folgen für alle haben.“

So oder so: Die Entscheidung wird noch auf sich warten lassen. Die für Mittwoch, 1. Dezember, anberaumte Sitzung des Krummhörner Umwelt- und Klimaschutzausschusses ist coronabedingt erst einmal auf einen unbestimmten Termin verschoben. Da stand unter anderem der Antrag der Grünen für ein Klimaschutzkonzept drauf.

Peter Saathoff
Peter Saathoff Emder Zeitung
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