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NWZonline.de Region

Tod bei Dreharbeiten in den USA: Wie sicher sind Ostfrieslands Theaterbühnen?

28.10.2021

Landkreis Aurich Wie sicher ist es auf den heimischen Theaterbühnen? Dieser Frage ist diese Zeitung auf den Grund gegangen. Hintergrund ist der Tod einer Kamerafrau bei Dreharbeiten in Amerika. Denn auch auf ostfriesischen Bühnen stehen Akteure nicht selten im Pulverdampf oder es werden bei historischen Stücken - wie einst bei den Störtebeker-Festspielen - die Klingen gekreuzt. Jakob Janshen vom Theaterkring Oldersum war viele Jahre lang Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ostfriesischer Volkstheater. Er hält die hiesigen Bühnen für sehr sicher. Szenen, in denen beispielsweise Waffen eine Rolle spielen, würden im Vorfeld bei den Proben sehr präzise geplant, sagte er im Gespräch.

Schlagabfolge werde genau festgelegt

Werner Nörtker aus Suurhusen spielte 14 Jahre lang den Freibeuter Klaus Störtebeker. Bild: Archiv

Das sei beispielsweise auch bei Kampfszenen mit Schwertern der Fall. „Da könnte niemand verletzt werden“, betonte Janshen, denn die Schlagabfolge werde vom Regisseur akribisch im Vorfeld durchgeplant und choreographiert. „Es wird eine genaue Schlagabfolge festgelegt, etwa wer wann von links schlägt - und von rechts“, sagte Janshen. Eingesetzte Schwerter oder Waffen seien außerdem entsprechend präpariert, bestünden meist aus Holz oder Gummi. Wenn auf der Bühne bei einem Fechtkampf das Klingen der Schwerter gewünscht sei, würden Fechtwaffen aus Aluminium eingesetzt. „Die sind aber so stumpf. Da kann nichts passieren“, sagte Janshen. So war es auch bei Störtebeker.

Der frühere Vorsitzende der ostfriesischen Theaterbühnen: Jakob Janshen. Bild: Archiv

Und wo Pyrotechnik angewandt werde, um abgefeuerte Kanonen und Pulverdampf zu simulieren, werde das Prozedere ebenfalls im Vorfeld durchgeprobt. Die Feuerwehr stehe bereit, um eingreifen zu können.

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Keine Unfälle auf den Bühnen bekannt

Das bestätigte Brookmerlands Gemeindebrandmeister Klaus-Dieter Cassens. „Wir haben bei Störtebeker aufgepasst, dass nichts passiert“, sagte er. „Vor allem auch deshalb, um die alte Kirche von Marienhafe zu schützen“, so Cassens.

Gab es also nie Probleme? Unfälle seien ihm in seiner Arbeit nie bekannt geworden, stellte Jakob Janhsen fest. Das bestätigt auch der Suurhuser Werner Nörtker (67) von der „Friesenbühne“ in Emden, der von 1996 bis 2014 als Störtebeker mit dem Alu-Säbel auf der Freilichtbühne rasselte. Vorsichtig blieb er dennoch stets: „Das sind immerhin auch Metallwaffen, die ein Loch im Kopf hinterlassen können“, sagte er. Gut erinnern kann er sich noch an Proben, in denen die Akteure bei Fechtkämpfen das Fallen und Wegrollen lernen mussten. „Es muss natürlich alles echt aussehen, aber es darf nichts passieren“, so Nörtker. Verletzt wurde der Suurhuser in seiner Rolle als Freibeuter nur einmal bei einem Gefecht im Jahr 1997. „Aber da ist mir natürlich nichts wirklich etwas passiert. Allerdings bekam ich einen Verband mit Filmblut um den Kopf gebunden“, schmunzelt er.

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