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Schutz vor der Pandemie im Landkreis Aurich Decken-Lüftung für 1000 Klassenräume

Deckenlüftungen für Kreisschulen: Auch das Auricher Gymnasium befindet sich in Trägerschaft des Landkreises Aurich.

Deckenlüftungen für Kreisschulen: Auch das Auricher Gymnasium befindet sich in Trägerschaft des Landkreises Aurich.

Landkreis Aurich - Für rund 1000 Klassenräume in kreiseigenen Schulen sollen dezentrale Lüftungsanlagen für die Raumluft-Hygiene eingebaut werden. Diese werden unter die Decke geschraubt, wo sie für die Frischluftzufuhr sorgen sollen. Der Landkreis Aurich hat die Anträge auf eine 80-prozentige Förderung durch den Bund bereits auf den Weg gebracht, denn die Antragsfrist läuft zum Jahresende ab. Das teilte die Kreisverwaltung im Kreistag mit. „Ein externes Fachbüro ermittelt den Bestand und die Möglichkeiten“, stellte Baudezernent Eiko Ahten fest. „Die Anlagen befördern Frischluft von der Decke in den Raum“, skizzierte der Dezernent die Funktionsweise. „Wir haben das fünf vor zwölf auf den Weg gebracht. Und alles gemacht, was wir können“, betonte Landrat Olaf Meinen (parteilos). Genannt wurden Kosten in Höhe von zwölf Millionen Euro. „Wir sind alle Klassenräume mit den Hausmeistern durchgegangen“, erklärte Meinen. „Wir stellen für alle Schulen die Anträge.“

Über den Eilantrag der Grünen wurde nicht abgestimmt

Die Grünen hatten zuvor den Eilantrag für stationäre Lüftungsanlagen gestellt, sogenannte RLT-Anlagen. Die aktuelle Epidemie werde vermutlich länger dauern und möglicherweise könnten noch weitere folgen, hieß es. Kinder und Jugendliche würden unter der Pandemie am meisten leiden, erklärte ein Grünen-Kreistagsmitglied. Präsenz-Unterricht müsse an Schulen wieder möglich sein. „Wir dürfen Investitionen in die Zukunft nicht auf die nächste Generation abwälzen“, lautete die Begründung für eine rasche Umsetzung. Zur Abstimmung kam der Antrag der Grünen jedoch nicht. Altmann kritisierte im Kreistag außerdem, dass die vom Landrat genannten 1000 Klassenräume von der Verwaltung nirgendwo aufgelistet worden seien. „Wir wollen das schriftlich haben“, sagte Altmann.

Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich
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