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Landkreis Aurich investiert in Alarmsystem Alarmsirenen sollen zurück auf die Dächer

Eine Sirene steht auf dem Dach einer Grundschule. Einen landesweiten Überblick über die Sirenen gibt es nicht. Zuständig sind Kommunen und Kreise.

Eine Sirene steht auf dem Dach einer Grundschule. Einen landesweiten Überblick über die Sirenen gibt es nicht. Zuständig sind Kommunen und Kreise.

Landkreis Aurich - Die heulenden Alarmsirenen sollen 2022 im Landkreis Aurich flächendeckend wieder zurück auf die Dächer öffentlicher Gebäude. Geplant sind Hochleistungssirenen mit einer zusätzlichen Lautsprecherfunktion. Der Kreis will hier zwei Millionen Euro investieren, die mit 1,75 Millionen Euro gefördert werden. Die ostfriesischen Feuerwehren begrüßen diese Entscheidung, teilte Manuel Goldenstein, Sprecher des Kreisfeuerverbandes Aurich dieser Zeitung mit. Die Sirenen seien nicht besser, aber eine wichtige Ergänzung zu den bereits existierenden, digitalen Warnsystemen wie „KATWARN“ oder „NINA“, die Bürger in Notfällen in den Kreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie Emden auf dem Handy oder auch per E-Mail über Notlagen informiert.

Eine herkömmliche Heulsirene befindet sich noch auf dem Auricher Feuerwehrhaus.

KREIS AURICH HOLT HEULSIRENEN ZURÜCK AUF ÖFFENTLICHE GEBÄUDE Katastrophenwarnungen von den Dächern im Kreis

Günther Gerhard Meyer

Wichtig seien die Sirenen auch bei der Flutkatastrophe im Ahrtal gewesen, um die Menschen zu warnen. Ein weiteres Thema seit der verheerenden Flutkatastrophe in Bund und Land ist auch das so genannte Cell-Broadcasting-System zur Warnung der Bevölkerung. Dabei werden ebenfalls Text-Nachrichten an Handys verschickt. Dafür werden Funkmasten technisch angepasst, damit Menschen, die sich in einer Funkzelle befinden, alarmiert werden.

Sirenen sind ein wichtiges Notsignal

„Ich habe eine Sirene noch nie überhört“: Feuerwehrsprecher Manuel Goldenstein.

„Ich habe eine Sirene noch nie überhört“: Feuerwehrsprecher Manuel Goldenstein.

Die Heulsirenen seien aber immer noch ein wichtiges Notsignal für Menschen, die kein Handy besitzen, so Goldenstein. Ausgelöst werden die Dachsirenen heute immer noch bei einem Feueralarm, aber auch bei der Ankündigung von Katastrophen. „Diesen Fall haben wir ja seit Jahren nicht gehabt“, stellte der Feuerwehrsprecher auch fest. Und bei Bränden seien die Sirenen für die Mitglieder der Feuerwehr immer noch ein zuverlässiger Alarm, wenn ein Meldeempfänger mal nicht funktioniere. „Das kommt zwar nicht oft vor. Aber eine Sirene habe ich noch nie überhört“, sagte Goldenstein aus seiner langjährigen Erfahrung.

Heulton soll alarmieren und sensibilisieren

In verschiedenen Gemeinden im Landkreis Aurich wurde die Forderung nach der Wiederkehr der Alarmsirenen bereits erhoben, darunter in der Küstengemeinde Krummhörn mit der Nordsee vor der Haustür. Der Heulton soll die Menschen über eine Notlage alarmieren und sensibilisieren, damit sie sich über andere Quellen, beispielsweise Funk und Fernsehen, weiter informieren können. Abgebaut wurden die Heulsirenen aus Kostengründen mit dem Ende des Kalten Krieges. Sie sollten nicht nur vor Katastrophen oder Feuer, sondern auch vor Luftangriffen warnen.

Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich
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