Landkreis Leer - 624 Infizierte, 852 Menschen in Quarantäne, eine Hospitalisierungsrate von 7,3 und eine 7-Tage-Inzidenz von 225,7 – so hat sich am Mittwochvormittag die Corona-Lage im Landkreis Leer präsentiert. Doch nicht nur diese Zahlen sind an diesem Tag wichtig, denn es ist der erste, an dem die Warnstufe 2 greift und FFP2-Masken-Pflicht und 2G-plus gelten. Das spüren auch die Testzentren im Landkreis – die Nachfrage ist enorm.
Schon ein Blick in die Buchungsportale zeigt: Viele Testzentren, so etwa in Bunde, sind diese Woche schon komplett ausgebucht, nächste Woche sind noch Tests möglich, doch rund um die Weihnachtsfeiertage ist in Bunde kein Termin mehr zu bekommen. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Teststationen in Leer, so etwa auf dem Parkplatz der Sparkasse, oder in Moormerland an der Rudolf-Eucken-Straße 3, und weiteren Einrichtungen. Sowohl kurz vor Weihnachten als auch danach sind – stand Mittwoch – alle Termine ausgebucht.
Und auch an der gerade erst wieder geöffneten Drive-in-Station des DRK-Kreisverbands „Am Nüttermoorer Sieltief“ haben die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun. Wie Sievert Hohmann vom DRK mitteilte, wurde die Testkapazität schon erhöht. Pro Zehn-Minuten-Slot können jetzt sechs Tests vorgenommen werden. Testen im Akkord – für das wenigstens derzeit noch genügend Material zur Verfügung steht. Neu im Drive-in-Reigen ist jetzt übrigens auch Multi Süd am Osseweg 87.
Was die Teststationen am Klinikum Leer und Krankenhaus in Weener betrifft, die erst diesen Mittwoch geöffnet haben: Auch sie sind gut gebucht. „Die Nachfrage ist groß – in Leer sind die Termine bereits bis zum 8. Dezember ausgebucht, in Weener bis Montag“, teilte die Pressestelle des Klinikums mit.
Hilfegesuch an die Bundeswehr
Ob im Landkreis Leer weitere Testzentren eingerichtet werden, bleibt abzuwarten. Für Hesel wird die Eröffnung eines Schnelltestcenters angekündigt. Darüber hinaus bieten noch eine Vielzahl von Ärzten und einige wenige Apotheken Schnelltests an.
Derweil stellen die 2G-Plus-Regeln auch die Seniorenheime vor Herausforderungen, vielen fehlt Personal für die Kontrollen. Zwölf Seniorenheime aus dem Weser-Ems-Gebiet schickten deshalb Ende November einen Brandbrief ans Sozialministerium – Matthias Groote, Landrat des Landkreises Leer, fragte deshalb bei der Bundeswehr wegen personeller Hilfe an. Bislang, so teilte die Pressestelle des Landkreises auf Nachfrage mit, gab es auf das Hilfegesuch aber keine Antwort.
Vier Covid–Patienten auf Intensivstation
Doch noch einmal zurück zu den aktuellen Corona-Zahlen, genauer gesagt den Angaben des Divi-Intensivregisters zu den Intensivbetten: Von aktuell 25 Intensivbetten waren 20 belegt, vier davon mit Covid-19-Patienten, von denen einer beatmet werden muss.
Informationen zu Testzentren finden Interessierte auf
