Landkreis Leer - Für die neue Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) im Landkreis Leer wird ein alternativer Standort geprüft, und zwar in Brinkum. Dort verfügt der Landkreis über ein eigenes Grundstück, das groß genug ist und verkehrsgünstig liegt, wie Landrat Matthias Grote während der Kreistagssitzung mitteilte.
Schulgrundstück
Das Areal ist das Schulgrundstück an der Westergaste in Brinkum. Die dort beheimatete Außenstelle der Oberschule Kloster Barthe soll nach Hesel umziehen, so dass der Schulstandort dann aufgehoben werden kann – und das Grundstück wäre für den FTZ-Neubau frei. Die Turnhalle soll jedoch bestehen bleiben.
Der Vorteil der Lage: In der Nähe befinden sich die Bundesstraße 436 und die Autobahn A28. Aber: die Gemeinde müsste ein entsprechendes Planungsrecht schaffen, um den Bau zu ermöglichen.
Geht alles glatt, wäre der ursprüngliche Plan, die FTZ im Industriegebiet Leer-Nord unterzubringen, vom Tisch. Übrigens soll in den Neubau nicht nur die Feuerwehr untergebracht werden. Auch der Katastrophenschutz, das Veterinäramt und ein Tierseuchen-Logistikzentrum sind geplant.
Doch was passiert eigentlich in einer Feuerwehrtechnischen Zentrale? In erster Linie werden dort Geräte gewartet, Atemschutzgeräte und Masken geprüft, gewaschen und repariert sowie Atemluftflaschen befüllt. Doch auch die Reparatur von Funkgeräten und Meldeempfängern, das Warten der Pumpen und Waschen der Schläuche werden dort erledigt. Darüber hinaus finden sich in den Hallen alle Fahrzeuge des Gefahrgutzuges, ein Rüstwagen, der Einsatzleitwagen, die Boote der Wasserrettung, Transporter und ein Logistikfahrzeug.
Atemschutztraining
Auch Schulungen und vor allem das Atemschutztraining finden in der Zentrale statt. Der Trainingsparcours ist derzeit im Keller des Gebäudes untergebracht. Dort finden sich eine Endlosleiter, ein Laufband, ein Ergometer und ein Schlaghammer, die alle erfolgreich benutzt werden müssen, bevor es auf die eigentliche Strecke geht. Die ist in einem dunklen Raum untergebracht, der stark aufgeheizt und verqualmt werden kann.
Ein Labyrinth aus verschiedenen Käfigen, Türen, Klappen und Röhren müssen die Feuerwehrfrauen und -männer durchlaufen. Aus einem Kontrollraum kann jede einzelne Bewegung der Einsatzkräfte verfolgt werden. Nicht nur Leistungsnachweise, sondern auch Lehrgänge finden auf der Übungsstrecke statt.
