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Im Gespräch mit Leers Marktmeister Michael Meyer „Die Pandemie macht die Arbeit schwierig und aufwendig“

Maike Thien
Michael Meyer in seinem Büro: Seine Arbeit als Marktmeister ist durch die Corona-Pandemie schwieriger und aufwendiger geworden.

Michael Meyer in seinem Büro: Seine Arbeit als Marktmeister ist durch die Corona-Pandemie schwieriger und aufwendiger geworden.

Leer - Er macht seine Arbeit aus Leidenschaft, auch wenn sie durch die Corona-Pandemie schwieriger und aufwendiger geworden ist. Die Rede ist von Leers Marktmeister Michael Meyer. Seit 2016 ist er im Amt, seine erste große Veranstaltung war der Gallimarkt 2017. Vieles war vor der Pandemie markttechnisch möglich, jetzt nimmt das Corona-Virus ihm und den Schaustellern jegliche Planungssicherheit. Sein Ziel: „Ich freue mich, wenn die Menschen auf den Märkten lachen, Spaß haben und die Kinder freudestrahlend Karussell fahren können. Dahin möchte ich zurück“, sagte er im Gespräch mit der Nordwest-Zeitung.

2019 waren zuletzt normale Märkte möglich

„Die letzten Märkte, die normal stattfinden konnten, waren der Gallimarkt und Weihnachtsmarkt 2019. Danach war vorbei“, so Meyer. „Das war für mich als Marktmeister natürlich eine Klatsche.“ Was die Pandemie sowohl ihm, als auch den Schaustellern genommen habe, ist die Planungssicherheit: „Wir planen, planen, planen und je nach Infektionslage und Verordnung müssen wir dann wieder umstrukturieren und umdenken. Das sorgt für mehr Arbeit und für Frust, sowohl auf Seiten der Stadt, als auch auf Seiten der Schausteller, die schon mit dem Rücken zur Wand stehen“, erklärte Meyer und lobte die beständig gute Zusammenarbeit mit den Schaustellern, die aber durch die vielen Absagen von Märkten und nicht zuletzt durch das Einführen der 2G+-Regelung am 1. Dezember vor riesigen wirtschaftlichen Problemen stehen würden.

„In den letzten Tagen konnten wir schon erahnen, dass die 2G+-Regelung kommen wird und das ist natürlich für alle Seiten sehr bitter. Zumal die Schausteller mit einem großen Investitionsvolumen an den Markt rangegangen sind: Es mussten Waren gekauft, Buden transportiert und aufgebaut, eine Stromversorgung hergestellt werden und so weiter. Und wir hatten aus meiner Sicht ein wirklich gutes Konzept für den Weihnachtsmarkt erstellt“, sagte der Marktmeister.

Weihnachtsmarkt unter 2G+-Regelung

Die Stadt Leer und die Schausteller sind jetzt überein gekommen, erstmal den Weihnachtsmarkt bis Sonntag laufen zu lassen und zu gucken, wie es unter 2G+ so läuft. Am Montag, 6. Dezember, wollen sich die Beteiligten dann wieder an einen Tisch setzen und beraten, wie es weitergehen könnte. Ob der Weihnachtsmarkt doch noch abgesagt wird, dazu konnte und wollte Meyer noch keine Auskunft geben. „Wir leben momentan von Tag zu Tag.“

Dennoch hat Leers Marktmeister seinen Optimismus nicht verloren. Er hofft und hat das Ziel, irgendwann wieder Märkte wie vor der Pandemie durchführen zu können

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